Wie können wir die Bedürfnisse der von Armut betroffenen Bürger in der Nachhaltigkeits- und Klimapolitik besser berücksichtigen? Die aktuelle Nachhaltigkeits- und Klimaanpassungspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) berücksichtigt bereits in gewissem Maße einkommensschwache Gruppen. Eine umfassende Studie, die in unserem Klima und Armut Das Projekt zeigt weitere Verbesserungen in beiden Bereichen auf. Die Ergebnisse der Studie werden von einem Rat von Fachleuten sowie von Armut betroffenen Menschen validiert. Nachhaltigkeit wird oft nur unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes betrachtet. Beim CSCP betrachten wir sie als eine ökologische, soziale und wirtschaftliche Dimension. Die soziale Dimension kann unter dem Gesichtspunkt der Lebensqualität betrachtet werden: Werden die Grundbedürfnisse befriedigt, wie werden soziale Gerechtigkeit, Gleichheit und sozialer Zusammenhalt gefördert und vorangebracht, und haben die Menschen Zugang zu Möglichkeiten des Wohlbefindens und der Teilhabe an der Gesellschaft? Vor diesem Hintergrund haben wir eine Analyse der Nachhaltigkeitsstrategie sowie der Klimaanpassungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Das Ziel? Potenziale zur Armutsbekämpfung und Risiken der Armutsverschärfung zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für acht Clusterthemen zu entwickeln. Unsere Studie zeigt, dass beide Strategien die Bedürfnisse der von Armut betroffenen Menschen bereits berücksichtigen. Es gibt jedoch blinde Flecken in Bezug auf unbeabsichtigte Nebenwirkungen und Themen, die bisher nicht berücksichtigt wurden. Eine übergreifende Schlüsselerkenntnis ist, dass politische Maßnahmen nicht nur die von Armut betroffenen Menschen berücksichtigen sollten, sondern auch einkommensschwache Gruppen, die zwar über der Armutsgrenze liegen, aber gefährdet sind, in Zukunft von Armut betroffen zu sein. Diese Einbeziehung ist wichtig, um die Akzeptanz politischer Entscheidungen zu erhöhen und eine Unterscheidung und Rivalität zwischen diesen beiden Gruppen in der Gesellschaft zu vermeiden. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie: Energie & Wohnen Programme zur Bekämpfung der Energiearmut und zur Nachrüstung von Sozialwohnungen zur Klimaanpassung haben das Potenzial, die Armut zu verringern. Beide Strategien gehen jedoch nicht auf potenziell steigende Mieten aufgrund von Nachrüstungsmaßnahmen und aufgrund von Gentrifizierung in Vierteln mit verbesserter grüner Infrastruktur ein. Eine zentrale Empfehlung ist die Schaffung von erschwinglicher Wohnraum mit hohen Energiestandards. Einkommen und soziale Subventionen Für diesen Bereich werden keine spezifischen Maßnahmen aufgeführt, aber die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie erläutert den Zusammenhang zwischen niedrigen Einkommen und unterbrochenen Erwerbsbiografien und Altersarmut, die vor allem Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund betreffen. Zu den Empfehlungen gehören die Ausweitung der Tarifbindung auf relevante Branchen, die Einhaltung von Tarifverträgen in den Kommunen und die Anpassung der sozialen Grundsicherung an eine nachhaltige Lebensführung. Bildung Die größte Herausforderung in diesem Bereich sind die Ungleichheiten im Bildungssystem, die ein wesentlicher Faktor für die Armut sind. Die Studie fordert Maßnahmen zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit durch die Förderung der Bildung, insbesondere in strukturschwachen Gebieten, mit Schwerpunkt auf dem Übergang von der Schule zur Ausbildung. Beschäftigung und Wirtschaft Die fehlende Umschulung von Arbeitgebern bei übergangsbedingtem Arbeitsplatzverlust wird in den Strategien nicht berücksichtigt und könnte die Armut verstärken. Eine zentrale Empfehlung ist die Steigerung der Beschäftigungsquote von Frauen und gering qualifizierten Arbeitnehmern durch bessere Kinderbetreuung und Qualifizierungsinitiativen. Die Studie deckt viele weitere Themen ab, darunter Gesundheit, Mobilität, Ernährung und Teilhabe. Sie können das vollständige Dokument und seine Empfehlungen herunterladen hier lesen. oder besuchen Sie die Systeme Karte hier. Ein Leitfaden zum Lesen der Karte findet sich unter hier lesen.. Die Ergebnisse der Studie und ihre Empfehlungen wurden in speziellen Workshops mit Experten und von Armut betroffenen Menschen in Köln und Wuppertal mit Unterstützung unserer Projektpartner validiert Zug um Zug und Nachbarschaftsheim in Wuppertal. Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Alexandra Kessler.