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Praktische Unterstützung für KMU in Brasilien und Costa Rica, um die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit zu erfüllen

Die aktuellen europäischen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit, darunter der „Green Deal“ der EU und die EUDR, veranlassen KMU in Lateinamerika dazu, zu überlegen, wie sie sich anpassen, wettbewerbsfähig bleiben und ihren Zugang zu internationalen und Premium-Märkten sichern können.

Über drei AL-INVEST Verde Projekte in Brasilien und Costa Rica, haben wir gemeinsam mit lokalen Partnern, KMU und Produzenten daran gearbeitet, diese Anforderungen in konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Was fällt besonders auf?

Eine wichtige Erkenntnis aus diesen Erfahrungen ist, dass Nachhaltigkeit und entwaldungsfreie Wertschöpfungsketten nur durch eine enge Zusammenarbeit mit den Akteuren erreicht werden können, die täglich Entscheidungen über die Ressourcenbewirtschaftung und die Produktionspraktiken treffen.

Kaffee- und Kakaoproduzenten spielen am Anfang globaler Wertschöpfungsketten eine entscheidende Rolle, während KMU das Rückgrat der lokalen Wirtschaft bilden und wichtige Triebkräfte für Innovation und den Wandel der Märkte sind. Mit den richtigen Instrumenten, dem entsprechenden Wissen und den richtigen Anreizen können beide den Wandel hin zu nachhaltigeren Produktions- und Konsummustern beschleunigen.

“Auch für europäische Akteure lässt sich daraus eine wichtige Erkenntnis ableiten: Transparente und abholzungsfreie Wertschöpfungsketten hängen von einem koordinierten Vorgehen zwischen Produzenten, KMU, Industrieakteuren, Regierungen und Verbrauchern ab. Diese Projekte zeigen, wie europäische und lateinamerikanische Partner zusammenarbeiten können, um verantwortungsvollere, inklusivere und nachhaltigere Beschaffungs- und Konsumpraktiken zu etablieren”, sagt Dr. Adriana Ballon Ossia, CSCP-Projektleiterin.

Auf dem Weg zu nachhaltige und inklusive Wertschöpfungsketten

In Brasilien ist die CacauiCultura und ARABICA Projekte, die sich jeweils auf die Wertschöpfungsketten von Kakao und Kaffee konzentrierten. Beide unterstützten Erzeuger sowie kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitspraktiken und ihre Klimaresilienz zu stärken, den Zugang zu inklusiven Märkten zu fördern und die Rückverfolgbarkeit in ihre Wertschöpfungsketten zu integrieren.

In der Projekt ARABICA, haben wir eine Partnerschaft geschlossen mit Fundação Getulio Vargas (FGV) und die Internationale Kaffee-Allianz der Frauen (IWCA). Durch Workshops, gemeinsame Entwicklungsprozesse und technische Unterstützung konnten die Erzeuger ihr Verständnis für digitale Rückverfolgbarkeitstools vertiefen und erhielten Zugang zu bewährten Verfahren in den Bereichen Arbeitsrechte, soziale Gleichstellung und Gleichstellung der Geschlechter, Klimawandel sowie regenerative Landwirtschaft.

 Sehen Sie sich diese Videos von Kaffeeerzeugerinnen an, die an dem Projekt teilgenommen haben.

Förderung der Klimaresilienz und der regenerativen Landwirtschaft

Die CacauiCultura Projekt, das vom CSCP durchgeführt wird und SEBRAE, unterstützte Kakaoproduzenten und KMU dabei, ihr Nachhaltigkeitsmanagement durch gezielte Workshops, Mentoring und gemeinsames Lernen zu stärken.

Das Projekt bot Möglichkeiten zum Kapazitätsaufbau in den Bereichen Rückverfolgbarkeit und EUDR, Klimawandel, regenerative Landwirtschaft sowie Praktiken der Kreislaufwirtschaft. Zudem verschaffte es den Erzeugern durch Interviews und Storytelling-Initiativen mehr Gehör und förderte gleichzeitig den Wissensaustausch durch Messen, Networking-Aktivitäten und Veranstaltungen zum gegenseitigen Lernen.

Hier finden Sie drei Veröffentlichungen mit Ergebnissen von CacauiCultura zu folgenden Themen: EUDR, Klimawandelsektorübergreifenden regenerative Landwirtschaft!

Wie freiwillige Verpflichtungen in Costa Rica viel bewirken

In Costa Rica ist die Grüne Codes Im Rahmen des Projekts „Códigos Verdes“ wurde eine flexible, freiwillige Nachhaltigkeitsvereinbarung für KMU aus den Bereichen Landwirtschaft, Industrie, Innovation und Dienstleistungen entwickelt.

Das vom CSCP gemeinsam mit der Handelskammer von Costa Rica durchgeführte Projekt unterstützte Unternehmen dabei, Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken zu identifizieren, zu dokumentieren und zu kommunizieren, die oft bereits vorhanden waren, jedoch noch nicht offiziell erfasst worden waren.

Erfahren Sie, wie die „Green Codes“ 200 KMU dazu motiviert haben, den nachhaltigen Wandel voranzutreiben

Unsere Erkenntnisse

Die Projekte haben gezeigt, dass Vorschriften wie die EUDR sind am wirksamsten, wenn sie in praktische Lösungen für Erzeuger und Unternehmen vor Ort umgesetzt werden. Der Aufbau nachhaltiger und abholzungsfreier Wertschöpfungsketten erfordert daher eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie zwischen europäischen und lateinamerikanischen Akteuren, um dauerhafte ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen zu erzielen.

“Nach der Umsetzung dieser drei Projekte haben wir den praktischen Beweis, dass die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards nicht nur ein zu bewältigendes Risiko darstellt. Mit den richtigen Instrumenten, Partnerschaften und Unterstützungsmechanismen kann sie auch Chancen für Innovation, Marktdifferenzierung und Wertschöpfung eröffnen”, fasst Adriana zusammen.

Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie mit uns zusammenarbeiten? Kontakt Dr. Adriana Ballon Ossia!

 

 

 

 

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