Circular Economy-Akademie

Praxisnah lernen. Vernetzen. Circular Economy vor Ort voranbringen.

Circular Economy ist eine zunehmend wichtige strategische Aufgabe für Kommunen und Regionen. Die dafür verantwortlichen Akteur:innen stehen dabei vor einer besonderen Herausforderung: Sie benötigen nicht nur fundiertes Wissen über Circular Economy, sondern müssen unterschiedliche Fachbereiche innerhalb der Verwaltung, kommunale Unternehmen, Wirtschaft, Politik und weitere regionale Akteur:innen zusammenbringen und konkrete Veränderungsprozesse anstoßen.

Die Circular Economy-Akademie vermittelt dafür fachliche, organisatorische und transformative Kompetenzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Circular Economy im eigenen kommunalen oder regionalen Kontext konkret vorangebracht werden kann.

Die Akademie wird vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) gemeinsam mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV)/:metabolon entwickelt und pilotiert und durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Zielgruppe

Die Circular Economy-Akademie richtet sich an kommunale und regionale Akteur:innen, die Circular Economy als strategisches Handlungsfeld aufbauen, koordinieren oder weiterentwickeln möchten.

Angesprochen sind beispielsweise Personen aus Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung oder kommunalen Unternehmen. Die Akademie eignet sich sowohl für Personen, die bereits Verantwortung für Circular Economy übernehmen, als auch für diejenigen, die entsprechende Aufgaben künftig aufbauen oder verstärkt in ihre bestehende Funktion integrieren möchten.

Dabei richtet sich die Akademie nicht nur an einzelne Fachstellen: Circular Economy ist eine fachübergreifende Aufgabe, die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie mit kommunalen Unternehmen, Wirtschaft, Politik und weiteren regionalen Akteur:innen erfordert.

Lernen und direkt anwenden

Die Akademie kombiniert zwei intensive Präsenzphasen mit individuellen Arbeitsphasen sowie der Umsetzungsphase eines Praxisprojekts in der Kommune. Das Gelernte wird dabei nicht nur theoretisch vermittelt, sondern unmittelbar auf die eigene Kommune bzw. Region übertragen.

Die Teilnehmenden arbeiten während des gesamten Programms an einer konkreten eigenen Fragestellung oder einem möglichen Umsetzungsvorhaben. Ein begleitendes „Scrapbook“ unterstützt dabei, Erkenntnisse, Methoden, Ideen und nächste Schritte festzuhalten und über die verschiedenen Programmphasen hinweg weiterzuentwickeln.

Neben der fachlichen Wissensvermittlung stehen insbesondere praxisorientierte Methoden, Reflexion, Peer Learning und der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. So entsteht ein Lern- und Entwicklungsprozess, der über die einzelnen Präsenztermine hinausgeht.

Inhaltliche Schwerpunkte

Die Akademie verbindet drei Bereiche: fachliche CE-Kompetenz, organisatorische und koordinative Handlungsfähigkeit sowie Transformationskompetenz. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Circular Economy im eigenen kommunalen oder regionalen Kontext konkret vorangebracht werden kann.

  1. Circular Economy verstehen und Potenziale erkennen

Grundlagen und zentrale Konzepte der Circular Economy sowie deren Bedeutung für Kommunen und Regionen. Gemeinsam werden Potenziale und Handlungsfelder für den eigenen kommunalen bzw. regionalen Kontext betrachtet.

  1. Akteur:innen zusammenbringen und Zusammenarbeit gestalten

Circular Economy erfordert die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche, kommunaler Unternehmen, Wirtschaft, Politik und weiterer regionaler Akteur:innen. Die Akademie vermittelt Ansätze, um relevante Akteur:innen zu identifizieren, Kooperationen aufzubauen und gemeinsame Veränderungsprozesse zu gestalten.

  1. Veränderung initiieren und begleiten

Wie können Circular-Economy-Prozesse innerhalb von Verwaltung und Region angestoßen und langfristig verankert werden? Im Mittelpunkt stehen Transformationskompetenz, Change Management, Kooperation und die eigene Rolle als Gestalter:in von Veränderungsprozessen.

  1. Vom Wissen zur Umsetzung

Die Teilnehmenden übertragen das Gelernte auf ein konkretes Praxisprojekt in ihrem eigenen kommunalen oder regionalen Kontext. Dabei werden Umsetzungsschritte entwickelt, reflektiert und mit Unterstützung der Gruppe weiterentwickelt. Auch Fragen der Wirkung und der langfristigen Verankerung spielen eine Rolle.

Als Co-Entwickler:innen die Akademie mitgestalten

Die erste Kohorte ist zugleich Pilotgruppe und Co-Entwickler:innen der Circular Economy-Akademie.

Die Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ermöglicht es, das Programm gemeinsam mit den ersten Teilnehmenden zu erproben und weiterzuentwickeln. Dabei möchten wir insbesondere von den Erfahrungen der Teilnehmenden profitieren:

  • Welche Inhalte sind für die kommunale und regionale Praxis besonders relevant?
  • Welche Methoden unterstützen den Transfer in den Arbeitsalltag?
  • Wo braucht es weitere Werkzeuge oder Unterstützung?
  • Wie kann die Akademie langfristig einen Mehrwert für ihre Teilnehmenden und deren Kommunen schaffen?

Während und nach den Lernphasen bitten wir daher um Feedback zu Inhalten, Methoden, Format und Anwendbarkeit im kommunalen bzw. regionalen Arbeitsalltag.

Zwei besondere Lernorte

:metabolon, Lindlar

Der erste Präsenztermin findet auf :metabolon statt – einem Lern-, Kompetenz- und Innovationsstandort des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands (BAV).

Auf dem Gelände der ehemaligen Zentraldeponie Leppe werden Fragen der Stoffumwandlung, Ressourcenwirtschaft und Umwelttechnologie mit kommunaler Praxis, Forschung und anwendungsorientierter Entwicklung verbunden.

Damit bietet :metabolon einen passenden Ort, um Circular Economy nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern mit konkreten kommunalen und regionalen Anwendungsfragen zu verbinden.

Gut Einern, Wuppertal

Der zweite Präsenztermin findet auf Gut Einern in Wuppertal statt. Der besondere Lern- und Begegnungsort bietet Raum für interaktive Formate, Reflexion und gemeinsames Arbeiten.

Dabei werden auch praktische Erfahrungen einbezogen – beispielsweise gemeinsames Kochen in der Außenküche oder ein Einblick in eine Vertical Farm im Seecontainer als Beispiel für eine platzsparende Form urbaner Lebensmittelproduktion.

So wird Circular Economy auch als Frage des eigenen Handelns, der Zusammenarbeit und des Alltags erfahrbar.

Termine und Ablauf

23.–24. Februar 2027
Präsenzphase 1
:metabolon, Lindlar

Februar–April 2027
Individuelle Arbeitsphase und Peer-Austausch
Transfer und Bearbeitung des eigenen Praxisprojekts

21.–22. April 2027
Präsenzphase 2
Gut Einern, Wuppertal

April–Juni 2027
Individuelle Arbeitsphase und Peer-Austausch
Vertiefung und Weiterentwicklung des Praxisprojekts

Juni 2027
Digitaler Follow-up
Austausch zu den Praxisprojekten und Vorbereitung der Umsetzungsphase

Juni – September 2027
Umsetzungsphase der Praxisprojekte im eigenen kommunalen bzw. regionalen Kontext mit anschließender Vorstellung der Erfahrungen und Erkenntnisse im Rahmen von digitalen Brown-Bags mit der Akademie-Gruppe

Teilnahmebeitrag

Dank der Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) können wir die erste Kohorte zu einem reduzierten Teilnahmebeitrag anbieten.

1.000 € zzgl. MwSt.

Darin enthalten sind:

  • 2 × 2 Präsenzlerntage inklusive Mittagsverpflegung
  • Begleitung der individuellen Arbeitsphasen
  • Peer-Austausch und Coaching
  • digitaler Follow-up
  • Organisation und Begleitung der Umsetzungsphase der Praxisprojekte

Anmeldung

Die erste Kohorte der Circular Economy-Akademie wird gemeinsam mit den Teilnehmenden als Pilotgruppe durchgeführt.

Wir freuen uns, Sie und Euch als Co-Entwickler:innen der ersten Kohorte begrüßen zu dürfen.

⁠Jetzt verbindlich zur Circular Economy-Akademie anmelden:

Bei Fragen zur Akademie wenden Sie sich gerne an:

Stephan Schaller
Stephan.schaller@cscp.org

Dr. Shirin Betzler
shirin.betzler@cscp.org

en_GBEnglish