Startschuss für FOODWISE: Kreislaufwirtschaftliche Ernährungsentscheidungen in ganz Europa einfacher gestalten Was wäre, wenn die umweltfreundlichste Wahl im Supermarkt gleichzeitig auch die einfachste, attraktivste und lohnendste wäre? In ganz Europa liegen vielen Bürgern Nachhaltigkeit, Lebensmittelverschwendung und die Auswirkungen auf das Klima am Herzen. Doch im Alltag stehen guten Absichten oft ein hektischer Alltag, verwirrende Informationen, begrenzte Auswahlmöglichkeiten oder Einkaufsumgebungen entgegen, in denen linearer Konsum nach wie vor die Norm ist. “Wir sehen hier eine klare Chance, und das ist der Ausgangspunkt für unser FOODWISE-Projekt, das wir im Juni 2026 ins Leben gerufen haben. Wir wollen gemeinsam mit Partnern und relevanten Akteuren die Lebensmittelsysteme so umgestalten, dass kreislaufwirtschaftliche Entscheidungen intuitiv, zugänglich und attraktiv werden”, erklärt Nora Brüggemann, leitende Projektmanagerin beim CSCP und Expertin für Lebensmittelverschwendung. Die (große) Lücke schließen FOODWISE vereint 13 Partner aus sechs europäischen Ländern und zielt darauf ab, den Übergang zu stärker kreislauforientierten Lebensmittelsystemen zu beschleunigen, indem es eine der hartnäckigsten Herausforderungen im Bereich des nachhaltigen Konsums angeht: die Kluft zwischen Bewusstsein und Handeln. Lebensmittel als Thema der Kreislaufwirtschaft In Debatten zur Kreislaufwirtschaft rückt das Thema Lebensmittel manchmal weniger in den Vordergrund als Materialien, Verpackungen, Textilien oder Elektronik. Dabei ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen eine der praktischsten und wirkungsvollsten Möglichkeiten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft. Zu verhindern, dass essbare Lebensmittel zu Abfall werden, die Umverteilung und Verwertung zu verbessern sowie den Verbrauchern zu helfen, im Alltag bessere Entscheidungen zu treffen – all dies trägt zu einem System bei, in dem Ressourcen verantwortungsbewusster genutzt und Werte länger erhalten bleiben. Der FOODWISE-Ansatz FOODWISE wird sich auf diese Chance konzentrieren, indem es Verhaltensforschung, soziale Innovation, Unternehmenstransformation, politische Arbeit, Storytelling und digitale Tools miteinander verbindet. Das Projekt wird mit Bürgern, Einzelhändlern, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Kommunen und politischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um Konsumgewohnheiten und Lücken in der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen – und diese Erkenntnisse in praktische Maßnahmen umzusetzen, die getestet, bewertet und skaliert werden können. Die Rolle des CSCP Aufbauend auf einer Wissensbasis in den Bereichen Vermeidung von Lebensmittelabfällen und nachhaltiger Konsum wird das CSCP die Arbeit zu folgenden Themen leiten: Diagnostik im Einzelhandel, Verhaltensanalysesektorübergreifenden gemeinsam konzipierte Maßnahmen im Einzelhandel und im Dienstleistungsbereich. Dazu gehört die gemeinsame Analyse von Betriebsabläufen, Verbraucherverhalten, bestehenden Initiativen zur Kreislaufwirtschaft sowie systemischen Hindernissen zusammen mit Partnern aus dem Einzelhandel. Ziel ist es, herauszufinden, wo gezielte Maßnahmen dazu beitragen können, kreislaufwirtschaftliche Ernährungsentscheidungen einfacher, attraktiver und wirkungsvoller zu gestalten. Erprobung vielversprechender Ansätze Ein zentraler Aspekt wird die Entwicklung und Erprobung von Konzepten wie dem „Conscious Aisle“ sein, das Supermärkte als Orte neu definiert, an denen kreislaufwirtschaftliche Entscheidungen sichtbarer und intuitiver werden. Je nach Einzelhandelskontext können dies Maßnahmen wie Regalbeschriftungen, Produktplatzierung, Treueanreize, digitale Hinweise, Preismechanismen oder Storytelling-Kampagnen umfassen. Diese Ansätze werden gemeinsam mit den Partnern entwickelt und von Anfang an evaluiert, wobei verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse mit operativen Indikatoren wie Nutzungsraten, Abfallreduzierung und Skalierbarkeit verknüpft werden. “Wir vom CSCP freuen uns sehr über den Start von FOODWISE, denn das Projekt gibt uns die Möglichkeit, auf unserem vorhandenen Wissen über Kreislaufwirtschaft und Lebensmittelverschwendung aufzubauen und nicht das Rad neu erfinden zu müssen. Dies ist bereits unser 12. Projekt zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, was uns eine solide Grundlage bietet, um erfolgreiche Praktiken zu replizieren und zu skalieren – stets mit Blick auf die Schaffung von Wirkung und gemeinsam mit großartigen Partnern in ganz Europa”, sagt Nora. Erreichen Sie Nora Brüggemann um gemeinsam mit uns am Thema Kreislaufwirtschaft im Lebensmittelbereich zu arbeiten! Bei weiteren Fragen zum FOODWISE-Projekt wenden Sie sich bitte an Luca Sander.