Zurück

Von der Theorie zur Praxis: Gestaltung zirkulärer Innovation in einer ehemaligen Seidenfabrik

In ganz Deutschland sind Tausende von Gebäuden ungenutzt, während der Bausektor nach wie vor einer der größten Verursacher von Ressourcenverbrauch und Emissionen ist. Was wäre, wenn Innovationszentren diese Räume in lebende Laboratorien für die Kreislaufwirtschaft? Ein Pilotprojekt in Krefeld, Deutschland wollte genau das erforschen.

Wie kann zirkuläres Denken über die Theorie hinaus in den Arbeitsalltag eines Start-up-Zentrums Einzug halten? Diese Frage leitete ein viermonatiges Business Pilot Project (BPP), das im Rahmen des CATALYST-Projekt.

Das Pilotprojekt wurde in Zusammenarbeit mit folgenden Partnern durchgeführt Krefeld Business und ihre Abteilung für Immobilien und Gewerbeflächenentwicklung, die für die Umwandlung einer historischen ehemaligen Seidenfabrik in ein neues Gründerzentrum verantwortlich ist.

Um zu untersuchen, wie die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in den künftigen Betrieb des Zentrums eingebettet werden könnten, arbeitete ein Team von sechs internationalen Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen, darunter Design, Nachhaltigkeitsmanagement und urbane Transformation, eng mit dem CSCP und Krefeld Business zusammen.

Nach einer Methodik der Dienstleistungsgestaltung, bekannt als Double Diamond, Das Projekt gliederte sich in zwei Phasen: Verstehen der Herausforderung und Entwicklung von Lösungen.

In der ersten Phase untersuchte das Team die Praktiken des kreislauforientierten Bauens, Co-Working-Spaces und Start-up-Hubs und analysierte, wie Innovationsräume nachhaltiges Verhalten bei ihren Nutzern fördern können. Zur Ergänzung der Forschungsarbeiten erstellte das Team eine Karte der wichtigsten Interessengruppen und führte Interviews mit Experten und Praktikern, darunter Vertreter von FAB Region Bergisches Städtedreieck, ein zukünftiger Mieter, der XR/VR-Lösungen entwickelt, Bax-Innovation Arbeiten im Access Economy Alliance Projekt, und ein erfahrener Impact Hub Betreiber.

Aus diesen Gesprächen ergaben sich mehrere wichtige Erkenntnisse. Zirkuläre Praktiken entstehen oft durch Gemeinschaftskultur und informelle Zusammenarbeit, selbst wenn die Wirtschafts- und Regulierungssysteme noch nicht aufeinander abgestimmt sind. Gleichzeitig können Kreislaufinitiativen mit bürokratischer Komplexität und instabilen finanziellen Strukturen zu kämpfen haben. Schließlich entwickeln sich Innovationsräume zunehmend von rein physischen Arbeitsplätzen zu hybriden Ökosystemen, die Raum, Gemeinschaft, Dienstleistungen und Wissensaustausch miteinander verbinden.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelte das Team ein Prototyp eines Rundmietvertrags für das künftige Gründerzentrum.

Die Vereinbarung zeigt praktische Wege auf, um die Kreislaufwirtschaft in den täglichen Betrieb zu integrieren, einschließlich der gemeinsamen Nutzung von Raum und Infrastruktur, Reparatur- und Wiederverwendungsaktivitäten und Wissensaustausch zwischen Mietern. Ein Rahmen aus Verpflichtung und Nutzen ermutigt die Mieter, sich an Kreislaufaktivitäten zu beteiligen und gleichzeitig Werte für die Gemeinschaft zu schaffen.

Um die Umsetzung zu unterstützen, entwickelte das Team auch ein Fahrplan für die Umsetzung Identifizierung von Schlüsselbereichen für Maßnahmen, einschließlich der Verbesserung der Flächeneffizienz, der Verankerung von Kreislaufwirtschaft in den täglichen Abläufen, der Schaffung von Anreizen für die Teilnahme und der Einrichtung von Feedback-Mechanismen für kontinuierliches Lernen.

Das vorgeschlagene Modell wird als Grundlage für künftige Experimente dienen, sobald die Gründerzentrum wird 2027 eröffnet, wo das Konzept gemeinsam mit den zukünftigen Mietern getestet, verfeinert und angepasst werden kann.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Carla Schmid.

de_DEGerman