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Was wir aus unserer Praxisgemeinschaft „Circular Cities“ in NRW lernen

Viele Akteure vor Ort stehen vor derselben Herausforderung: Zwar entstehen überall innovative Initiativen zur Kreislaufwirtschaft, doch die Möglichkeiten, voneinander zu lernen und auf bestehenden Erfahrungen aufzubauen, sind nach wie vor begrenzt. Mit dem Start der Gemeinschaft der Praxis (CoP) Circular Cities NRW, wollen wir diese Lücke schließen.

Im Rahmen der „Community of Practice“ bringen wir Kommunen, Forscher, Unternehmen, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in Städten in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) voranzutreiben.

Wie CoP NRW entstanden ist

Die Notwendigkeit einer solchen Plattform wurde im Rahmen der „Circular Cities“-Initiative immer deutlicher. thematische Arbeitsgruppe Das Projekt wurde 2024 im Rahmen des Runden Tisches zur zirkulären Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Die Teilnehmer bekundeten wiederholt ihr Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit, mehr Kontinuität und praxisorientierten Formaten, die über einmalige Austauschveranstaltungen hinausgehen.

Bei der Auftaktveranstaltung der CoP in Düsseldorf kamen rund 30 Teilnehmer aus Kommunalverwaltungen, Forschungseinrichtungen, der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern (IHK/HWK) und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um zu erörtern, wie eine stärkere Gemeinschaft dazu beitragen könnte, die Entwicklung kreislauforientierter Städte in der Praxis voranzutreiben.

Was wir lernen

Dr. Shirin Betzler, die das Projekt seitens des CSCP leitet, berichtet, dass nicht nur die Vielfalt der Perspektiven im Raum auffällt, sondern auch das bemerkenswert hohe Maß an Engagement.

“Die Diskussionen gingen schnell über allgemeine Zielsetzungen hinaus und konzentrierten sich auf konkrete Herausforderungen, denen die Teilnehmer in ihrer täglichen Arbeit gegenüberstehen – von der Einbindung von Interessengruppen und dem Abbau von Silos innerhalb von Organisationen bis hin zur Ermittlung praktischer Governance-Ansätze, Finanzierungsmechanismen und Möglichkeiten, Konzepte der Kreislaufwirtschaft verschiedenen Zielgruppen zu vermitteln”, sagt Shirin.

Was die Teilnehmer der Praxisgemeinschaft sagen

Für die Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV), … Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im gesamten Bundesstaat.

“Für Nordrhein-Westfalen ist die Kreislaufwirtschaft ein zentraler Hebel für eine nachhaltige und widerstandsfähige Wirtschafts- und Stadtentwicklung. Die Praxisgemeinschaft ”Circular Cities NRW‘ trägt dazu bei, das Wissen aus bestehenden Initiativen und Projekten sichtbarer zu machen, fördert die Zusammenarbeit und beschleunigt den Transfer bewährter Verfahren zwischen Kommunen und anderen Akteuren. Wir schaffen eine Plattform, die das Potenzial hat, die strategische Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsansätzen in Städten zu stärken und diese in größerem Maßstab zu verbreiten – ein zentrales Ziel des Ministeriums“, sagt Cornelius Laaser, Referatsleiter für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft bei der MUNV.

Ein wichtiges Thema für viele Teilnehmer ist die Herausforderung, die richtigen Interessengruppen zu erreichen und einzubinden. Hier sehen die Kommunen eine der größten Chancen, die die Community of Practice bietet.

“Viele Kommunen arbeiten bereits an Kreislaufwirtschaftslösungen, oft unter sehr unterschiedlichen Bedingungen und mit begrenzten Ressourcen. Die Community of Practice bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und zu vermeiden, das Rad neu zu erfinden. Besonders wertvoll ist für uns der direkte Dialog mit anderen Städten sowie mit Forschern, Unternehmen und Behörden. So können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die in der kommunalen Praxis wirklich funktionieren”, sagt Dilek Uzunyurt vom Amt für Wirtschaftsförderung in Stolberg.

Umfassendere Überlegungen zur Kreislaufwirtschaft in Städten 

Mehrere Teilnehmer sprachen sich dafür aus, die Diskussionen zur Kreislaufwirtschaft neu auszurichten und Themen wie Resilienz, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Krisenvorsorge und soziale Inklusion in den Mittelpunkt zu rücken. Ein solcher Ansatz könnte dazu beitragen, die politische Unterstützung zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ressorts und Interessengruppen zu erleichtern.

Auch die Frage, wie Kommunen systematischer voneinander lernen können, spielte eine wichtige Rolle. Die Teilnehmer diskutierten den Nutzen praktischer “Modelle”, übertragbarer Instrumente und Formate zum gegenseitigen Lernen, die es den Städten ermöglichen würden, bewährte Ansätze anzupassen, anstatt bei Null anzufangen.

“Der Übergang zu kreislauforientierten Städten erfordert nicht nur innovative Konzepte, sondern auch Räume, in denen Forschung und Praxis zusammenkommen können. Die Community of Practice schafft genau diese Verbindung. Sie ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen kommunaler Akteure zu verknüpfen, Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren und die Weiterentwicklung neuer Ansätze auf der Grundlage praktischer Bedürfnisse zu unterstützen. Auf diese Weise schafft sie ein wertvolles Lernumfeld für alle Beteiligten”, sagt Dr. Imke Schmidt, Co-Direktorin des Forschungsbereichs Kreislaufgesellschaft am Wuppertal-Institut.

Schauen Sie sich die gerade gestartete Plattform für digitale Zusammenarbeit an

Um diesen kontinuierlichen Austausch auch über persönliche Treffen hinaus zu fördern, hat die Community of Practice nun eine eigene digitale Kooperationsplattform ins Leben gerufen. Die Plattform vereint Kurznachrichten, einen gemeinsamen Kalender, gemeinsame Dokumentenbearbeitung und Funktionen zum Wissensmanagement und bietet den Mitgliedern so einen Raum, um in Kontakt zu bleiben, Ressourcen auszutauschen und Diskussionen zwischen den Veranstaltungen fortzusetzen.

“Wir bei CSCP sehen hier das größte Potenzial der Initiative. Kreislaufstädte entstehen nicht durch eine einzelne Strategie, Technologie oder ein Vorzeigeprojekt, sondern durch die gemeinsamen Anstrengungen vieler Akteure, die gemeinsam lernen, gemeinsam experimentieren und auf den Erfahrungen der anderen aufbauen”, sagt Shirin.

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten und mehr über die digitale Kollaborationsplattform erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an Dr. Shirin Betzler.

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