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Praxisgemeinschaft Circular Cities NRW

Unterstützung der Kommunen auf dem Weg zum systemischen Wandel

Städte und Gemeinden sind die treibenden Kräfte beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Dennoch stehen viele Akteure auf dem Weg dorthin vor ähnlichen Hindernissen: isolierte Pilotprojekte, begrenzter Austausch zwischen Abteilungen und Regionen und ein Mangel an strukturierten Räumen für die Zusammenarbeit. Die Gemeinschaft der Praxis (CoP) Circular Cities NRW zielt darauf ab, diese Herausforderungen durch die Schaffung einer landesweiten Plattform in Nordrhein-Westfalen (NRW) zu bewältigen, die Kommunen und ihre Partner dabei unterstützt, von einzelnen Kreislaufinitiativen zu einem systemischen Wandel überzugehen.

Das Projekt bringt Kommunen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure zusammen, die gemeinsam das Ziel verfolgen, die Kreislaufwirtschaft im gesamten Bundesland voranzubringen. Es baut auf der starken Dynamik auf, die durch die thematische Arbeitsgruppe zu Kreislaufstädten entstanden ist, die vom CSCP und der NRW-Landesregierung initiiert und seit 2024 gemeinsam geleitet wird. Was als Ort des kollegialen Austauschs begann, zeigte schnell den Bedarf an einem kontinuierlichen, strukturierten und praxisorientierten Kooperationsformat. Die Gemeinschaft der Praxis, soll daher eine umfassende Plattform für das Lernen, die gemeinsame Gestaltung und das gemeinsame Handeln bieten.

Im Mittelpunkt der CoP steht die Verpflichtung, bestehende Lösungen sichtbarer zu machen, zu verstehen, was in realen kommunalen Kontexten funktioniert, und gemeinsam Ansätze zu entwickeln, die skaliert und auf andere Regionen übertragen werden können.

Die CoP kombiniert digitale und persönliche Formate, um diesen Prozess zu unterstützen. Eine spezielle digitale Plattform ermöglicht den kontinuierlichen Austausch, die Vernetzung und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen, während regelmäßige persönliche Workshops und thematische Sitzungen die Zusammenarbeit vertiefen. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch praktische Lernangebote wie Exkursionen, Fallstudiendiskussionen und “Lessons Learned”-Dialoge, die die Teilnehmer mit Praxisbeispielen innerhalb und außerhalb Nordrhein-Westfalens verbinden.

Die Arbeit der CoP gliedert sich in thematische Schwerpunktbereiche, die die wichtigsten Herausforderungen widerspiegeln, denen sich die Kommunen bei der Einführung von Kreislaufwirtschaftskonzepten gegenübersehen. Dazu gehören unter anderem:

  • kreisförmige Beschaffung
  • Governance und dienststellenübergreifende Zusammenarbeit
  • Aufbau von Kapazitäten,
  • Ansätze für bürgerschaftliches Engagement und Verhaltensänderungen

In diesen thematischen Strömen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, konkrete Hindernisse und Chancen zu erforschen und gemeinsam praktische Ergebnisse zu entwickeln, die den Wissenstransfer in die Praxis unterstützen. Durch die Verknüpfung lokaler Erfahrungen mit nationalen und europäischen Initiativen trägt die CoP dazu bei, Nordrhein-Westfalen als Vorreiter bei der Entwicklung von Kreislaufstädten zu positionieren.

Die Community of Practice steht allen Akteuren in Nordrhein-Westfalen offen, die sich für die Förderung von Kreislauflösungen engagieren - Kommunalverwaltungen, lokale Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Innovationsnetzwerke und zivilgesellschaftliche Initiativen.

Durch die Teilnahme an der CoP werden die Teilnehmer Teil eines wachsenden Netzwerks, das darauf abzielt, eine bessere ressourceneffiziente, widerstandsfähige und kreislauforientierte Zukunft für Städte und Gemeinden im gesamten Bundesstaat.

Das CoP Circular Cities NRW läuft von Januar 2026 bis Juli 2027. Das Projekt wird gefördert durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima - LANUK).

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