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Nachhaltigkeitsindikatoren für den Aluminiumsektor in der Nutzungsphase

Was gemessen wird, hat eine größere Chance, wirksam gesteuert zu werden. Indikatoren als Messinstrumente sind ein wichtiges Instrument zur Förderung des nachhaltigen Verbrauchs und der nachhaltigen Produktion. Wirksame Indikatoren können Nachhaltigkeits-"Hot Spots" aufdecken und die Aufmerksamkeit auf vorrangige Herausforderungen und verbesserungswürdige Bereiche lenken. Bei vielen Produkt- und Materialarten liegen die größten Herausforderungen und Chancen für die Nachhaltigkeit in der Nutzungsphase. Dementsprechend bietet die Verbesserung der Nachhaltigkeit während der aktiven Nutzung von Produkten beträchtliche Möglichkeiten, positive ökologische Auswirkungen zu erzielen.

Experten-Workshop: Erörterung und Validierung von Nachhaltigkeitsindikatoren

Das Projekt "Fostering Sustainability in the Use Phase of Materials in the Aluminium Industry" (Förderung der Nachhaltigkeit in der Nutzungsphase von Materialien in der Aluminiumindustrie) hatte zum Ziel, Wege zur Messung der Auswirkungen der Nutzungsphase zu finden. In einem ersten Schritt wurde eine Schreibtischstudie durchgeführt, um Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung in der Nutzungsphase von Aluminium zu ermitteln, wobei der Schwerpunkt auf den Sektoren Transport, Bau und Verpackung lag.

Die Indikatoren können sich in Bezug auf das, was sie messen, und auf ihre Zuverlässigkeit erheblich unterscheiden. Daher veranstaltete das CSCP einen Expertenworkshop, um die technische Machbarkeit der in der Schreibtischstudie vorgeschlagenen Indikatoren zu erörtern und zu validieren. Auf dem Workshop wurde eine Reihe von Fragen erörtert, u. a. die Eignung verschiedener Indikatoren für die Nachhaltigkeitsphase und die Frage, ob die "Hot Spots" der Nachhaltigkeit in den Sektoren Verkehr, Bauwesen und Verpackung gleich sind.

Workshop für Interessengruppen: Wie lassen sich die Auswirkungen am besten kommunizieren?

Machbarkeit allein reicht möglicherweise nicht aus - die Vermittlung von Nachhaltigkeitsaspekten der Materialien ist ebenso wichtig. Dementsprechend wurde ein zweiter Workshop abgehalten, der sich auf die Interessengruppen und ihre Interessen in Bezug auf die drei Schwerpunktbereiche konzentrierte. Die Indikatoren wurden im Zusammenhang mit der Kommunikation der Auswirkungen der Nutzungsphase mit den verschiedenen Interessengruppen im Hinblick auf deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse diskutiert.

Zu den Ergebnissen des Stakeholder-Workshops gehörte beispielsweise, dass es den Verbrauchern in erster Linie um Qualität, Bequemlichkeit, Lösungen für das Recycling und ein positives Gefühl beim Kauf geht. Für die politischen Entscheidungsträger waren Sicherheit und Abfall (als Teil der Nachhaltigkeit) am wichtigsten, während für die Industrie (Abfüller/Einzelhändler) die Möglichkeit, mit Nachhaltigkeitsinitiativen Gewinn zu erzielen, sowie die Verfügbarkeit von Optionen als am wichtigsten eingestuft wurden.

Das Projekt wurde gemeinsam vom CSCP und dem Europäischer Aluminiumverband (EAA).

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