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Wie Nordrhein-Westfalen den Rekord für die meisten reparierten Gegenstände in einem Monat brechen will

Was wäre, wenn sich Tausende Menschen in einer ganzen Region zusammenschließen würden, um Dinge zu reparieren, anstatt sie zu ersetzen? Was wäre, wenn ein kaputter Toaster, eine zerrissene Jacke oder ein beschädigtes Fahrrad Teil einer gemeinsamen Bewegung würden, die zeigt, dass das Reparieren nach wie vor lebendig ist? Im Oktober 2026 will das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) Den Rekord für die meisten reparierten Gegenstände in einem Monat brechen!

Was wird passieren?

Im Oktober 2026 werden Bürger, Reparaturinitiativen, Fab Labs, Handwerker, Unternehmen, Hersteller, Einzelhändler und gemeinnützige Organisationen in ganz Nordrhein-Westfalen ihre Kräfte bündeln, um in einem ehrgeizigen Versuch die höchste Anzahl an reparierten Gegenständen zu erreichen, die jemals innerhalb eines einzigen Monats dokumentiert wurde.

Die Initiative ist Teil der Circular Week 2026, gemeinsam veranstaltet vom CSCP und INNOWO und koordiniert von FAB-Region, ein regionales Projekt zur Kreislaufwirtschaft, an dem das CSCP als Projektpartner beteiligt ist.

“Unsere Untersuchung hat einen inspirierenden Maßstab ermittelt: Im Jahr 2024 wurden im Rahmen der landesweiten britischen “Big Fix”-Kampagne innerhalb eines Monats 3.177 erfolgreiche Reparaturen dokumentiert. Gemeinsam strebt NRW an, diese Leistung zu übertreffen und mehr als 4.000 reparierte Gegenstände zu erreichen. Doch bei dieser Initiative geht es um weit mehr als nur um Zahlen”, sagt Stephan Schaller, CSCP-Senior-Experte, der sich seit über einem Jahrzehnt mit diesem Thema beschäftigt.

Was wir erreichen wollen

Der Rekordversuch soll eine einfache, aber aussagekräftige Botschaft vermitteln: Reparieren ist wichtig, vielfältig und wieder eine echte Alternative. Jeder reparierte Gegenstand verlängert die Lebensdauer von Produkten, schont wertvolle Ressourcen, reduziert Abfall und trägt dazu bei, praktische Fähigkeiten zu entwickeln und Gemeinschaften zu stärken.

“Aktuelle politische Entwicklungen wie die Richtlinien zum Recht auf Reparatur oder zum Ökodesign geben uns einen großen Schub, um der Wegwerfkultur endlich den Rücken zu kehren und eine echte Reparaturgesellschaft zu schaffen. Mit diesem Weltrekordversuch und dem Repair & Share Festival in Wuppertal wollen wir die unglaubliche Kraft der Gemeinschaft deutlich hervorheben, die sich zusammenschließt, um diesen Wandel im Denken und letztlich auch im Verhalten zu gestalten”, erklärt Nils Kreft, Kommunikationskoordinator bei CSCP.

Wer kann mitmachen?

Die Teilnahme steht allen offen. Ganz gleich, ob Sie Teil eines Repair Cafés, eines Handwerksbetriebs, einer Fachwerkstatt, eines Einzelhändlers, eines Herstellers, einer lokalen Initiative, eines Netzwerks sind oder einfach nur jemanden mit einem Schraubenzieher und der Bereitschaft zu helfen – es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren.

Was kann repariert werden?

Zu den Reparaturarbeiten können Elektronikgeräte, Haushaltsgeräte, Fahrräder, Textilien, Möbel und viele andere Alltagsgegenstände gehören.

Den ganzen Monat über lassen sich erfolgreiche Reparaturen mit nur wenigen Klicks über eine Online-Plattform dokumentieren. Die Teilnehmer können ihre Reparaturgeschichten teilen, Fotos der reparierten Gegenstände hochladen und sogar an Gewinnspielen teilnehmen, bei denen es attraktive Preise und Gutscheine zu gewinnen gibt.

„Repair & Share“-Festival am 31. Oktober 2026

Die Initiative findet am 31. Oktober 2026 ihren Höhepunkt mit der „Repair & Share“-Festival in Wuppertal, ein lebhaftes öffentliches Fest rund um Reparatur, Wiederverwendung, Teilen und Kreislaufkreativität. Neben Reparaturangeboten erwarten die Besucher Möglichkeiten zum Kleidertausch, zum Erlernen neuer Fähigkeiten, zum Kennenlernen lokaler Reparaturexperten und zum Austausch mit anderen, die daran glauben, dass es wichtig ist, Produkte weiter zu nutzen.

Zahlreiche Reparaturinitiativen aus ganz Nordrhein-Westfalen haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, und immer mehr Unternehmen prüfen derzeit, wie sie durch Reparaturdienste, Sponsoring, Kommunikationsmaßnahmen oder praktisches Engagement einen Beitrag leisten können.

Möchten Sie Teil dieser Bewegung werden? Dann melden Sie sich bei Stephan Schaller!

 

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