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“Vielfältige Perspektiven sind eine Superkraft”

Regina Fernandez hat in China, Irland, Taiwan und zahlreichen europäischen Ländern gelebt. Sie ist der festen Überzeugung, dass das Verständnis kultureller Unterschiede ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Arbeit im Bereich der Nachhaltigkeit ist, und wendet diesen Grundsatz bei allen ihren Projekten an. Lernen Sie sie in ihren eigenen Worten besser kennen!

Regina, können Sie uns zu Beginn sagen, was Ihre Leidenschaft für Nachhaltigkeit geweckt hat?

Für mich kam der Funke aus dem Bedürfnis heraus, die Art und Weise, wie wir leben, zu verbessern - ohne dabei die Grenzen unseres Planeten zu überschreiten. Ich war schon immer neugierig darauf, wie andere Gesellschaften an Herausforderungen herangehen, weshalb ich schon früh in meiner Karriere einen internationalen Weg eingeschlagen habe.

Dieser internationale Weg, wie war der?

Nun, während meines Bachelor- und Masterstudiums der Wirtschaftswissenschaften beschloss ich, Chinesisch zu lernen, und nahm an Austauschprogrammen in China, Irland und Taiwan teil. Seitdem habe ich in ganz Europa und Asien gelebt und gearbeitet. Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, dass es nie nur eine Perspektive gibt. Kulturelle Unterschiede zu verstehen, ist der Schlüssel zu einer effektiven Arbeit, vor allem wenn man mit verschiedenen Interessengruppen zusammenarbeitet.

Sie haben im internationalen Geschäft angefangen - wie kam die Nachhaltigkeit ins Spiel?

Ich habe zwar im internationalen Geschäft angefangen, hauptsächlich in der Textil- und Lebensmittelindustrie mit Verbindungen zwischen Europa und China. Aber mit der Zeit wurde mir klar, dass ich meine unternehmerischen Fähigkeiten zur Lösung größerer globaler Herausforderungen einsetzen wollte. Also absolvierte ich einen spezialisierten Masterstudiengang in Zürich, Schweiz, der sich auf nachhaltige Geschäftsmodelle konzentrierte. Das öffnete mir die Tür, um Nachhaltigkeit in praktische Lösungen zu integrieren, wie die Verbesserung der Ressourceneffizienz in Fabriken oder die Mitgestaltung von Projekten der Kreislaufwirtschaft mit messbaren Auswirkungen..

Warum ist das CSCP der richtige Ort für Ihren nächsten Schritt?

Das CSCP bietet die perfekte Schnittmenge zwischen lokalem Handeln und internationaler Erfahrung. Hier kann ich verschiedene Interessengruppen miteinander verbinden, Innovationsökosysteme fördern und Nachhaltigkeitsinitiativen mit mehreren Interessengruppen verwalten. Es geht darum, Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und langfristige Verhaltensänderungen zu bewirken. 

Können Sie uns einige Beispiele für die Arbeit geben, die Sie jetzt machen?

Auf jeden Fall. Ich bin an EU-finanzierten Projekten beteiligt, die sich mit Lebensmittelverschwendung und der Umgestaltung von Lebensmittelsystemen befassen, wie z. B. Chorizo und Brotkrümel. Diese Projekte stellen soziale Normen in Frage und verändern die Art und Weise, wie Menschen “unvollkommene” Produkte sehen. Sie kombinieren Sensibilisierungskampagnen, bürgerschaftliches Engagement und Mitgestaltung, um sicherzustellen, dass der Wandel hin zu nachhaltigem Konsum allumfassend ist.

Welche anderen Bereiche erforschen Sie?

Nachhaltiger Tourismus ist ein weiterer Bereich, der mir am Herzen liegt. Reisen und Erfahrungen in verschiedenen Städten haben mir das Potenzial von gemeinschaftsgeführten Ansätzen gezeigt. Jetzt, durch die Verne erforschen wir, wie der Tourismus lokal, zirkulär, klimafreundlich und zugänglich sein kann.

Was war Ihr bisheriges Lieblingsprojekt?

Ein herausragendes Projekt ist die Erstellung eines kollaborativen Verzeichnisses der Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam mit Experten und KI-Unterstützung kartieren wir Errungenschaften, identifizieren Lücken und liefern evidenzbasierte Erkenntnisse, um den nachhaltigen Wandel zu beschleunigen. Es ist spannend zu sehen, wie die Digitalisierung und neue Technologien einen praktischen Wandel in der realen Welt unterstützen.

Wenn Sie auf Ihre Reise zurückblicken, was ist die wichtigste Lektion, die Sie gelernt haben?

Dass vielfältige Perspektiven eine Superkraft sind. Egal, ob es sich um kulturelle Unterschiede, Standpunkte von Interessengruppen oder neue Technologien handelt - wenn wir sie sinnvoll kombinieren, können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die belastbarer, integrativer und wirkungsvoller sind. Bei der Nachhaltigkeit geht es nicht nur um Prozesse oder Produkte, sondern um Menschen und Zusammenarbeit.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Regina Fernandez.

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