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LEBENSLÄNGER

Gemeinsam, wissenschaftlich, zielgerichtet zum Nutzungswandel von Produkten aktivieren und befähigen.

Was wäre, wenn Alltagsgegenstände nicht ungenutzt in Schränken verstauben, sondern geteilt, weitergegeben oder repariert werden würden? Was wäre, wenn Smartphones, Möbel oder Kleidung nicht schon nach wenigen Jahren ersetzt würden, sondern bewusst länger genutzt und geschätzt würden? Genau hier LebensLänger an: Das Projekt soll die längere Nutzung von Produkten zu einer konkreten Chance für Verbraucher:innen, Unternehmen, Kommunen und politische Entscheidungsträger machen.

Was ist der Schwerpunkt von „LebensLänger“?

Das Projekt konzentriert sich auf drei zentrale Produktkategorien: Elektrogeräte, Möbel und Textilien, und untersucht Möglichkeiten, diese häufiger zu pflegen, zu teilen, zu reparieren, wiederzuverwenden und aufzubereiten. Es wird die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kommunen und Multiplikatoren fördern, Bildungsprogramme anbieten und eine bundesweite Kampagne zur Verhaltensänderung starten.

Akteure vernetzen, um positive Veränderungen voranzutreiben

Das CSCP bringt 20 Jahre Erfahrung in der Förderung von Kooperationen in das Projekt ein, indem es Unternehmen, Branchenverbände und relevante Akteure aus den drei Sektoren aktiv miteinander vernetzt. Es wird die Vernetzung und Zusammenarbeit fördern, Räume für den sektorübergreifenden Dialog schaffen und Unternehmen dabei unterstützen, praktisches Fachwissen in den Bereichen Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Produktrücknahme- und Aufarbeitungssysteme sowie kreislauforientierte Geschäftsmodelle aufzubauen.

Warum ist das wichtig?

Viele Unternehmen erkennen, dass zirkuläre Wertschöpfung und Reparierbarkeit aufgrund neuer politischer und regulatorischer Entwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig stellen sich praktische Fragen: Wie lässt sich ein Produkt so gestalten, dass es länger hält? Wie lassen sich Ersatzteile, Reparaturanleitungen oder Produktrücknahmesysteme wirtschaftlich organisieren? Wie kann ein Geschäftsmodell funktionieren, wenn der Fokus auf langfristiger Nutzung statt auf schnellen Ersatzkäufen liegt?

Das CSCP-Projektteam unter der Leitung von Marc Böker und Dr. Britta Holzberg wird seinen Schwerpunkt darauf legen, einen konstruktiven Raum für Lernen und Dialog zu schaffen, in dem Unternehmen offen Hindernisse identifizieren, voneinander lernen und gemeinsam mit anderen Interessengruppen Lösungen entwickeln können.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Hier ein konkretes Beispiel: Ein Möbelhersteller möchte stärker auf modulare Produkte setzen, ist sich aber nicht sicher, ob Kund:innen Ersatzteile tatsächlich nutzen würden. Im Rahmen des Projekts kann das Unternehmen gemeinsam mit anderen Unternehmen, akademischen Partnern und Akteuren aus den Bereichen Reparatur und Sharing-Infrastrukturen erörtern, welche Anforderungen sich daraus für Design, Kommunikation und Service ergeben.

Oder ein Anbieter von Elektrogeräten möchte untersuchen, wie Reparierbarkeit, Produktrückgabe und Wiederaufbereitung besser in das eigene Produktportfolio integriert werden können. Das CSCP wird solche Lernprozesse durch strukturierte Austauschformate, praktische Wissensressourcen und durch die Verknüpfung von unternehmerischen Perspektiven mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlichen Bedarfen unterstützen.

LebensLänger wird vom WWF Deutschland koordiniert gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energieder Universität Bamberg,, Runder Tisch Reparatur e.V.und dem CSCP.

Das Projekt „LebensLänger“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert..

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