Europa hat erhebliche Fortschritte bei der Definition des „Digital Product Passport“ (DPP) und der dazugehörigen Standards zur Förderung der Kreislaufwirtschaft erzielt. Die nächste Frage ist noch weitreichender: Wie können wir technische Interoperabilität in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über Branchen, Wertschöpfungsketten und internationale Märkte hinweg umsetzen?

Die DPP4EU-Konferenz 2026 und die CE-RISE-Jahresveranstaltung

Im Frühjahr 2026 wurde Brüssel zur Hauptstadt der „Digital Product Passport“ (DPP)-Community, als sich Forscher, politische Entscheidungsträger, Vertreter der Industrie, Normungsexperten und Technologieanbieter zur DPP4EU 2026-Konferenz und zur CE-RISE-Jahresveranstaltung.

Elliana Jensen-Abieva, CSCP-Senior-Expertin, nahm an der Podiumsdiskussion zum Thema Forschungsschwerpunkte für eine effektive EU-weite Einführung des digitalen Produktpasses.

“Dank der Arbeit von Normungsgremien und zahlreicher von der EU finanzierter Forschungsprojekte sind viele der Grundlagen für die Umsetzung von DPP inzwischen geschaffen. Die nächste Phase wird jedoch eine noch engere Zusammenarbeit über Branchen und Wertschöpfungsketten hinweg erfordern”, bemerkt Elliana.

Was Standardisierung für Unternehmen bedeutet

Ein zentrales Diskussionsthema war die Frage, wie Unternehmen vermeiden können, dass für ein und dieselben Nachhaltigkeitsinformationen unterschiedliche Berichtsmethoden zur Anwendung kommen, da sich die DPP-Anforderungen auf verschiedene Branchen wie Batterien, Textilien, Elektronik und Bauprodukte ausweiten. Die Gewährleistung der Interoperabilität bei gleichzeitiger Wahrung einer für Unternehmen praktikablen Umsetzung bleibt eine zentrale Herausforderung.

Ein weiteres zentrales Thema war der Übergang von der Fokussierung auf einzelne DPP-Systeme hin zur Schaffung vertrauenswürdiger DPP-Ökosysteme. Über die Technologie hinaus umfasst dies auch Fragen der Governance, des Datenaustauschs, der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten sowie der internationalen Abstimmung.

Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Vision für globale DPP-Standards

Die Diskussionen weckten zudem große Vorfreude auf die bevorstehenden Arbeiten von JTC 5- ISO/JTC 5 entwickelt horizontale internationale Standards für digitale Produktpässe und schafft damit einen gemeinsamen globalen Rahmen für Terminologie, Grundsätze und Architektur, um Interoperabilität zu gewährleisten und fragmentierte nationale Ansätze zu vermeiden, was voraussichtlich eine wichtige Rolle bei der Förderung der Interoperabilität branchen- und regionenübergreifend weltweit spielen wird. Aufbauend auf den Errungenschaften von JTC 24, betonten die Teilnehmer die Bedeutung offener, inklusiver und kooperativer Ansätze, die es verschiedenen Sektoren ermöglichen, zusammenzuarbeiten und dabei ihre jeweiligen Anforderungen zu berücksichtigen.

DPPs werden allein mit Technologie keinen Erfolg haben

Der Erfolg digitaler Produktpässe hängt nicht nur von Technologie und Standards ab, sondern auch von unserer Fähigkeit, die Beteiligten miteinander zu vernetzen, Vertrauen aufzubauen und interoperable Ökosysteme zu schaffen, die über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg einen Mehrwert bieten.

Die Gespräche in Brüssel haben gezeigt, dass digitale Produktpässe rasch vom Konzept in die Umsetzung übergehen. Die nächste Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass Unternehmen, Regulierungsbehörden, Technologieanbieter und Forscher zusammenarbeiten können, um digitale Produktpässe skalierbar, interoperabel und europaweit sowie darüber hinaus zugänglich zu machen.

Die erfolgreiche Einführung digitaler Produktpässe hängt von der Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Ökosystems ab. Wenn Sie als Hersteller, Technologieanbieter, politischer Entscheidungsträger, Forscher oder Branchenverband daran interessiert sind, Wissen auszutauschen, Partnerschaften zu erkunden oder sich an DPP-bezogenen Initiativen zu beteiligen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wenden Sie sich noch heute an Elliana Jensen-Abieva!

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Elliana Jensen-Abieva.

Unser CATALYST-Projekt ist nun abgeschlossen und hinterlässt eine umfassende Online-Plattform zur Förderung der Weiterqualifizierung und Umschulung für den nachhaltigen Wandel. Mit 70 Kursen, praktischen Ressourcen und einem europäischen Netzwerk unterstützt die Plattform Unternehmen, Pädagogen und Fachkräfte dabei, flexibler und kooperativer zu werden sowie relevant und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche Themen deckt die CATALYST-Plattform ab?

Die 70 Kurse Die vom Projektkonsortium entwickelten Kurse decken Themen wie nachhaltige Entwicklung, resiliente Transformation, nachhaltige Unternehmensführung, geschäftliche Transformation, intellektuelles Kapital, Kreislaufwirtschaft sowie die Transformationsbereitschaft von Einzelpersonen und Organisationen ab. Ergänzt werden die Kurse durch sofort einsetzbare Materialien und Ressourcen sowie durch Möglichkeiten, sich mit einem breiteren Netzwerk zu vernetzen.

Die Rolle des CSCP

Das CSCP hat sechs Kurse beigesteuert, die Fachkräfte und Organisationen beim Aufbau von Kompetenzen für den ökologischen Wandel unterstützen sollen. Die Kurse bleiben über die CATALYST-Plattform für die nächsten fünf Jahre frei zugänglich und sind Teil des nachhaltigen Mehrwerts des Projekts für Lernende, KMU und Fachleute im Bereich der Transformation. Erfahren Sie mehr über Die Kurse des CSCP finden Sie hier!

Was haben wir gelernt?

Das CATALYST-Projekt hat uns gezeigt, dass Nachhaltigkeitskompetenzen am stärksten ausgeprägt sind, wenn digitales Lernen mit Dialog, Zusammenarbeit und praktischer Anwendung verbunden ist. Live- und interaktive Sitzungen im Rahmen der Kurse schufen Raum für den Austausch unter Gleichgesinnten, praktische Fragen und gemeinsame Reflexion.

“Eine wichtige Erkenntnis für uns als CSCP war, dass Nachhaltigkeitsschulungen für Unternehmen flexibel und realistisch gestaltet sein müssen. Berufstätige müssen oft ihre Vollzeitbeschäftigung mit begrenzten zeitlichen Ressourcen unter einen Hut bringen. Daher müssen die Lernformate auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein und gleichzeitig Raum für Austausch und Reflexion schaffen”, sagt Carla Schmid, Projektkoordinatorin beim CSCP.

Pilotprojekte der Wirtschaft zum Testen von Lösungen in der Praxis

Das Business-Pilotprojekt (BPP), das vom CSCP gemeinsam mit Krefeld Business und Studierende, die an einer echten geschäftlichen Herausforderung arbeiteten, lieferten ein konkretes Beispiel für diesen praxisorientierten Ansatz.

Es zeigte, wie die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft praktische Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit fördern und die Teilnehmer in die Lage versetzen kann, systemisches Denken und Ansätze der Kreislaufwirtschaft anzuwenden.

Das Feedback der Teilnehmer unterstrich den Wert der Arbeit an einer Aufgabe, die einen Bezug zu einer realen Organisation hatte, wobei die Zusammenarbeit mit dem CSCP und die Treffen mit Krefeld Business ein professionelles und praxisnahes Lernumfeld schufen.

Weitere Informationen zu dem Pilotprojekt finden Sie hier: Das Business-Pilotprojekt des CSCP.

Die CATALYST-Abschlusskonferenz: Ein Moment der Reflexion

Diese Überlegungen fanden im April 2026 ihren Niederschlag, als sich die Projektpartner von CATALYST in Skopje, Nordmazedonien, zur abschließenden internationalen Konferenz des Projekts versammelten, die den Abschluss einer vierjährigen Zusammenarbeit im Bereich nachhaltiger Systeme und der Transformation von Unternehmen markierte.

Die Veranstaltung brachte Experten aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Politik zusammen und bot Raum, um über Erfolge nachzudenken, Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft der beruflichen Bildung im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu erörtern.

Wie geht es weiter?

Mit Blick auf die Zukunft wollen wir auf den Erkenntnissen aus dem CATALYST-Projekt aufbauen, um Initiativen in den Bereichen Weiterbildung, Umschulung und Qualifizierungsmaßnahmen zu unterstützen, darunter auch lokal besser angepasste Lernformate.

Sind Sie ein Unternehmen, ein Fachmann oder ein Student, der daran interessiert ist, die CATALYST-Plattform zu nutzen, anzupassen oder weiterzuentwickeln? Dann wenden Sie sich bitte an Carla Schmid!

Die Kreislaufwirtschaft wird zu einer unverzichtbaren Voraussetzung für Städte, die Orte sein wollen, an denen Gemeinschaften ein gutes Leben führen können. Eine der häufigsten Herausforderungen für Städte ist die gewaltige Aufgabe, die zahlreichen Maßnahmen, Ziele und Akteure innerhalb ihrer Verwaltungen aufeinander abzustimmen.

Wir haben die Akademie für Kreislaufwirtschaft um kommunale Kreislaufwirtschaftsmanager mit maßgeschneiderten Schulungen zu unterstützen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und ihnen helfen, die Kreislaufwirtschaft vor Ort voranzubringen. Gehören Sie dazu? Dann ist dieses Programm genau das Richtige für Sie!

Was bietet die Circular Economy Academy?

Für viele Städte ist die Ernennung engagierter Manager für Kreislaufwirtschaft (CE) ist ein entscheidender Schritt zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. In Pionierstädten, in denen solche Manager ernannt werden, sind diese dafür zuständig, die strategische Ausrichtung und Umsetzung von Maßnahmen zur Kreislaufwirtschaft zu koordinieren und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

Doch wer innerhalb einer Gemeinde ist bereit, diese neue Rolle zu übernehmen, und verfügt über das nötige Know-how, um die komplexen, sektorübergreifenden Aufgaben zu bewältigen?

Entwickelt von der CSCP in Zusammenarbeit mit dem Bergischer Abfallwirtschaftsverband (BAV)/:metabolonder Kreislaufwirtschaft Akademie bietet ein praxisorientiertes, fünftägiges Schulungsprogramm an, das auf die spezifischen Bedürfnisse der kommunalen CE-Manager in NRW und darüber hinaus zugeschnitten ist.

Ob die Arbeit an Umwelt- und Klimaschutz, Abfall- oder Gebäudemanagement, kommunale Versorgungsunternehmen oder Wirtschaftsförderungseinrichtungen-Mitarbeiter von Kommunen mit unterschiedlichem Hintergrund erhalten das Wissen, die Werkzeuge und die Netzwerke, die sie benötigen, um selbstbewusst in diese neue Rolle zu schlüpfen und die zirkuläre Transformation in ihrem lokalen Kontext voranzutreiben. 

“Die Akademie befähigt lokale Akteure, zu Triebkräften für den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft in ihren eigenen Städten zu werden – nicht nur durch die Vermittlung von Wissen, sondern auch durch Reflexion, Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung praxisorientierter Ansätze, die auf ihren lokalen Kontext zugeschnitten sind”, sagt Shirin Betzler, CSCP-Programmleiterin.

Das Angebot der Circular Academy:

Darüber hinaus ist die Akademie für Kreislaufwirtschaft wird eine wachsende Gemeinschaft von kommunalen CE-Managern in ganz Nordrhein-Westfalen stärken und zur Strategie des Landes beitragen, Kreislaufstädte durch Förderinitiativen wie KreislaufStädte.NRW.

Der Start der ersten Runde der Akademie ist für das dritte Quartal 2026 geplant; dabei werden zwei Präsenzworkshops (jeweils zwei Tage) mit zusätzlichen Online-Sitzungen kombiniert. Mitarbeiter der Stadtverwaltung können eine Unverbindliche Interessenbekundung und werden als Erste über den Beginn der Anmeldung informiert.

Weitere Informationen zur Akademie finden Sie hier hier.

Sind Sie bereit, den Kreislaufwandel in Ihrer Stadt voranzutreiben? Reichen Sie jetzt Ihre Interessenbekundung ein!

Für weitere Fragen, wenden Sie sich bitte an Dr. Shirin Betzler.

Unser VERNE-Projekt arbeitet eng mit wichtigen Akteuren und lokalen Gemeinschaften in fünf europäischen Ländern (Griechenland, Slowenien, Finnland, Deutschland und Dänemark) zusammen, um den Wandel lokaler und regionaler Tourismusdestinationen hin zu nachhaltigen und kreislaufwirtschaftlichen Modellen zu unterstützen.

Um vielversprechende Lösungen in der Praxis zu testen, wurden an repräsentativen Standorten in ganz Europa fünf Pilotprojekte gestartet. In einem davon wurde ein neues Mikromuseum-Konzept führt einen innovativen Ansatz im Bereich Kulturerbe und Kreislaufwirtschaft ein.

Ein einzigartiges Museum in einer einzigartigen Region

Sønderjylland–Schleswig ist eine grenzüberschreitende Region zwischen Dänemark und Deutschland, die für ihre eindrucksvollen Küstenlandschaften an der Nord- und Ostsee bekannt ist. Die Region verbindet Gemeinden auf beiden Seiten der dänisch-deutschen Grenze und dient als Drehscheibe für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den dänischen Gemeinden Tønder, Aabenraa, Haderslev und Sønderborg, dem Regionalrat Süddänemarks, den deutschen Landkreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland sowie der Stadt Flensburg.

Für den Piloten in Südjütland–Schleswigder Projekt VERNE hat sich mit Universität Süddänemark (SDU) um die Betriebsmuseen in Südjütland–Schleswig, ein innovativer und nachhaltiger Ansatz für den Kulturerbe-Tourismus.

Worum geht es in diesem Museum?

Im Mittelpunkt steht das Konzept für ein Unternehmens-Mikromuseum, das lokalen und regionalen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine leicht zugängliche Möglichkeit bietet, ihre Unternehmensgeschichte, ihre organisatorische Identität und ihre Beziehungen zu den Interessengruppen als kulturelle Attraktionen zu präsentieren und zu vermitteln und gleichzeitig durch die Nutzung wiederverwendeter, recycelter und upgecycelter Ressourcen die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Zu den wichtigsten Elementen gehören:

“Unser Pilotprojekt vereint beide Elemente, indem es die digitale und die physische Ebene miteinander verbindet. Es bringt Träger von Unternehmensmuseen, Interessengruppen und Akteure aus verschiedenen Branchen zusammen und schafft so einen gemeinsamen Raum für den Austausch von Perspektiven, Wissen und bewährten Verfahren – mit dem gemeinsamen Ziel, das lokale Kulturerbe für alle zugänglich zu machen”, sagt Henri Haase, internationaler Projektmanager und Koordinator des Pilotprojekts.

Als Ort der Zusammenarbeit konzipiert

Die Betriebsmuseen in Südjütland–Schleswig zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit und die aktive Einbindung der Interessengruppen aus. An verschiedenen Standorten von Unternehmensmuseen fanden fünf Veranstaltungen der „Community of Practice“ statt, bei denen die Teilnehmer im Rahmen von Führungen unter der Leitung der Standortbetreiber praktische Einblicke gewinnen und den Austausch in Workshops fortsetzen konnten, um gemeinsam Lösungen und Umsetzungsansätze zu erarbeiten.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Kartika Anggraeni.

Dieses Jahr ist für uns beim CSCP ein besonderer Meilenstein: Wir sind 20 Jahre alt geworden!

In unserem Festschrift, stellen wir die Höhepunkte dieser Reise vor und erzählen unsere Geschichte aus der Perspektive von aktuelle und ehemalige Teammitglieder wie auch unsere geschätzten Partner, die uns all die Jahre begleitet haben.

Wir gehen dieser Arbeit mit großer Leidenschaft und Engagement nach, und unsere Tag der Familie und Freunde war eine großartige Gelegenheit, unseren Freunden und Familien einen Einblick in unsere tägliche Arbeit zu geben.

“So viele von uns sind von den Themen und Ideen, mit denen wir uns beschäftigen, von Natur aus begeistert, haben aber nicht immer die Gelegenheit, Menschen außerhalb unseres beruflichen Umfelds wirklich zu vermitteln, was wir tun. Der CSCP-Familientag war für uns eine Plattform, um gemeinsam mit unseren Liebsten zu erkunden, was wir im Rahmen unserer Arbeit tun”, sagt Nils Kreft, die als Kommunikationskoordinatorin beim CSCP tätig ist.

Das Organisationsteam hat ein beeindruckendes Programm zusammengestellt, das die spannendsten, fesselndsten und unterhaltsamsten Aktivitäten und Projekte umfasst, die wir beim CSCP bisher durchgeführt haben und derzeit durchführen, sowie die co-do lab.

“Es war so schön zu sehen, wie in unseren wunderschönen Büroräumen in der ehemaligen Huppertsberg-Fabrik in Wuppertal so viele Menschen geschäftig hin und her eilten. Vor allem der Anblick der Kinder hat mir wieder einmal deutlich vor Augen geführt, für wen wir diese Arbeit tun und warum”, erzählt Dr. Flandra Syla-Beqiri, der als Senior Communication Manager beim CSCP tätig ist.

An den verschiedenen Stationen wurden unterschiedliche Themen unserer Arbeit behandelt: von Lebensmittel (Abfälle) und Kreislaufwirtschaft zu Digitalisierung und nachhaltige Lebensstile, da war für jeden etwas dabei.

“In einem unserer Büros konnten Erwachsene den Lifestyle-Test absolvieren; draußen konnten Kinder die Zukunft zeichnen; und jeder konnte unsere Live-Infografiken erleben, sich durch den Tausch von Gegenständen mit der Kreislaufwirtschaft auseinandersetzen oder einen Vorgeschmack auf die Zukunft im Zeitalter der KI bekommen”, sagt Livia El-Khawad, CSCP-Projektleiter.

Unser Tag der Familie und Freunde Das hat uns ermöglicht, als Team noch enger zusammenzuwachsen, da wir die Gelegenheit hatten, die wichtigen Menschen im Leben unserer Kollegen kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen und das zu tun, was man an Geburtstagen eben so macht: die Atmosphäre bei gutem Essen, Musik und Sonnenschein zu genießen.

Haben Sie eine Frage oder möchten Sie mit uns in Kontakt treten? Dann wenden Sie sich bitte an Dr. Flandra Syla-Beqiri!

 

Viele Akteure vor Ort stehen vor derselben Herausforderung: Zwar entstehen überall innovative Initiativen zur Kreislaufwirtschaft, doch die Möglichkeiten, voneinander zu lernen und auf bestehenden Erfahrungen aufzubauen, sind nach wie vor begrenzt. Mit dem Start der Gemeinschaft der Praxis (CoP) Circular Cities NRW, wollen wir diese Lücke schließen.

Im Rahmen der „Community of Practice“ bringen wir Kommunen, Forscher, Unternehmen, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in Städten in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) voranzutreiben.

Wie CoP NRW entstanden ist

Die Notwendigkeit einer solchen Plattform wurde im Rahmen der „Circular Cities“-Initiative immer deutlicher. thematische Arbeitsgruppe Das Projekt wurde 2024 im Rahmen des Runden Tisches zur zirkulären Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Die Teilnehmer bekundeten wiederholt ihr Interesse an einer intensiveren Zusammenarbeit, mehr Kontinuität und praxisorientierten Formaten, die über einmalige Austauschveranstaltungen hinausgehen.

Bei der Auftaktveranstaltung der CoP in Düsseldorf kamen rund 30 Teilnehmer aus Kommunalverwaltungen, Forschungseinrichtungen, der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern (IHK/HWK) und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um zu erörtern, wie eine stärkere Gemeinschaft dazu beitragen könnte, die Entwicklung kreislauforientierter Städte in der Praxis voranzutreiben.

Was wir lernen

Dr. Shirin Betzler, die das Projekt seitens des CSCP leitet, berichtet, dass nicht nur die Vielfalt der Perspektiven im Raum auffällt, sondern auch das bemerkenswert hohe Maß an Engagement.

“Die Diskussionen gingen schnell über allgemeine Zielsetzungen hinaus und konzentrierten sich auf konkrete Herausforderungen, denen die Teilnehmer in ihrer täglichen Arbeit gegenüberstehen – von der Einbindung von Interessengruppen und dem Abbau von Silos innerhalb von Organisationen bis hin zur Ermittlung praktischer Governance-Ansätze, Finanzierungsmechanismen und Möglichkeiten, Konzepte der Kreislaufwirtschaft verschiedenen Zielgruppen zu vermitteln”, sagt Shirin.

Was die Teilnehmer der Praxisgemeinschaft sagen

Für die Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV), … Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im gesamten Bundesstaat.

“Für Nordrhein-Westfalen ist die Kreislaufwirtschaft ein zentraler Hebel für eine nachhaltige und widerstandsfähige Wirtschafts- und Stadtentwicklung. Die Praxisgemeinschaft ”Circular Cities NRW‘ trägt dazu bei, das Wissen aus bestehenden Initiativen und Projekten sichtbarer zu machen, fördert die Zusammenarbeit und beschleunigt den Transfer bewährter Verfahren zwischen Kommunen und anderen Akteuren. Wir schaffen eine Plattform, die das Potenzial hat, die strategische Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsansätzen in Städten zu stärken und diese in größerem Maßstab zu verbreiten – ein zentrales Ziel des Ministeriums“, sagt Cornelius Laaser, Referatsleiter für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft bei der MUNV.

Ein wichtiges Thema für viele Teilnehmer ist die Herausforderung, die richtigen Interessengruppen zu erreichen und einzubinden. Hier sehen die Kommunen eine der größten Chancen, die die Community of Practice bietet.

“Viele Kommunen erkennen das Potenzial einer Kreislaufwirtschaft und stehen vor der Aufgabe, diese in bestehende Strukturen zu integrieren und praktische Lösungen für die Umsetzung vor Ort zu entwickeln. Die Community of Practice bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und zu vermeiden, dass das Rad jedes Mal neu erfunden werden muss. Besonders wertvoll ist für uns der direkte Austausch mit anderen Städten sowie mit Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Organisationen auf Landesebene. Auf diese Weise können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die in der kommunalen Praxis tatsächlich funktionieren”, so Peter Wackers vom Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Stolberg, Rheinland.

Umfassendere Überlegungen zur Kreislaufwirtschaft in Städten 

Mehrere Teilnehmer sprachen sich dafür aus, die Diskussionen zur Kreislaufwirtschaft neu auszurichten und Themen wie Resilienz, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Krisenvorsorge und soziale Inklusion in den Mittelpunkt zu rücken. Ein solcher Ansatz könnte dazu beitragen, die politische Unterstützung zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ressorts und Interessengruppen zu erleichtern.

Auch die Frage, wie Kommunen systematischer voneinander lernen können, spielte eine wichtige Rolle. Die Teilnehmer diskutierten den Nutzen praktischer “Modelle”, übertragbarer Instrumente und Formate zum gegenseitigen Lernen, die es den Städten ermöglichen würden, bewährte Ansätze anzupassen, anstatt bei Null anzufangen.

“Der Übergang zu kreislauforientierten Städten erfordert nicht nur innovative Konzepte, sondern auch Räume, in denen Forschung und Praxis zusammenkommen können. Die Community of Practice schafft genau diese Verbindung. Sie ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen kommunaler Akteure zu verknüpfen, Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren und die Weiterentwicklung neuer Ansätze auf der Grundlage praktischer Bedürfnisse zu unterstützen. Auf diese Weise schafft sie ein wertvolles Lernumfeld für alle Beteiligten”, sagt Dr. Imke Schmidt, Co-Direktorin des Forschungsbereichs Kreislaufgesellschaft am Wuppertal-Institut.

Schauen Sie sich die gerade gestartete Plattform für digitale Zusammenarbeit an

Um diesen kontinuierlichen Austausch auch über persönliche Treffen hinaus zu fördern, hat die Community of Practice nun eine eigene digitale Kooperationsplattform ins Leben gerufen. Die Plattform vereint Kurznachrichten, einen gemeinsamen Kalender, gemeinsame Dokumentenbearbeitung und Funktionen zum Wissensmanagement und bietet den Mitgliedern so einen Raum, um in Kontakt zu bleiben, Ressourcen auszutauschen und Diskussionen zwischen den Veranstaltungen fortzusetzen.

“Wir bei CSCP sehen hier das größte Potenzial der Initiative. Kreislaufstädte entstehen nicht durch eine einzelne Strategie, Technologie oder ein Vorzeigeprojekt, sondern durch die gemeinsamen Anstrengungen vieler Akteure, die gemeinsam lernen, gemeinsam experimentieren und auf den Erfahrungen der anderen aufbauen”, sagt Shirin.

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten und mehr über die digitale Kollaborationsplattform erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an Dr. Shirin Betzler.

Städte und Regionen stehen im Mittelpunkt des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft. Auf der Grundlage jahrzehntelanger Erfahrungen in Europa und im Globalen Süden, Cristina Fedato Der Leiter des Bereichs „Nachhaltige Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen“ beim CSCP erläutert, was erforderlich ist, um den Wandel zu beschleunigen, welche Fortschritte bereits erzielt wurden und wo nach wie vor die größten Chancen liegen.

Viele Ansätze der Kreislaufwirtschaft lassen nach wie vor außer Acht, wie tief das lineare Modell in den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Steuerungsstrukturen und dem menschlichen Verhalten verwurzelt ist. Warum ist das so?

Ich glaube, dass ein linearer Ansatz tiefer in den wirtschaftlichen und sozialen Modellen verankert ist. Regulierungsrahmen und Governance-Strukturen folgen lediglich unserer Lebensweise und der Art und Weise, wie wir wirtschaftlich und sozial denken, und spiegeln diese wider. Unsere Beziehung zu den natürlichen Ressourcen war von Anfang an linear geprägt; die Gewinnung natürlicher Ressourcen wurde als technologischer Fortschritt angesehen. Ein Beispiel: Im letzten Jahrhundert galt in meinem Heimatland Brasilien das Vordringen in den Amazonas-Regenwald einst als Pionierleistung. Ein gefällter Baum war ein Symbol des Fortschritts.

Die industrielle Revolution hat die Produktion verändert und das Wirtschaftswachstum beschleunigt, aber sie hat auch ein lineares Muster der Ressourcennutzung etabliert, das zu ökologischen Herausforderungen beigetragen hat. Als Antwort auf diese Auswirkungen entstand das Konzept der Nachhaltigkeit, während die Kreislaufwirtschaft einen modernen Ansatz darstellt, der darauf abzielt, das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten, indem Abfall minimiert, die Lebenszyklen von Ressourcen verlängert und natürliche Systeme regeneriert werden.

Die Kreislaufwirtschaft kann als Versuch angesehen werden, ein nachhaltigeres Entwicklungsmodell zu schaffen, indem die Produktion umgestaltet und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auf die Beschaffung, den Konsum, das Ressourcenmanagement und das Alltagsverhalten ausgeweitet werden – dabei werden Lehren sowohl aus den Errungenschaften als auch aus den Grenzen und den ökologischen und sozialen Kosten der industriellen Revolution gezogen. Städte und Regionen sind die idealen Orte, um diese neue Revolution voranzutreiben!

Inwiefern?

Ich sehe Städte in einer privilegierten Position, sowohl als öffentliche Behörden, die die richtigen politischen Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Infrastrukturen für die Kreislaufwirtschaft (auf wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene) schaffen können, als auch als aktive Akteure, die die Verantwortung tragen, ihre Abläufe als Dienstleister kreislauforientierter und nachhaltiger zu gestalten.

Doch dies ist eine große Aufgabe, für die viele Städte offenbar nicht vollständig gerüstet sind…

Das stimmt zwar, doch in Europa hat sich insbesondere in den letzten Jahren viel getan, um Städten und Regionen dabei zu helfen, dieses Potenzial auszuschöpfen. Die EU hat die Kreislaufwirtschaft durch die Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, wodurch sich der Schwerpunkt von der Abfallwirtschaft hin zur Gestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Systemen verlagert hat, die der Abfallhierarchie folgen und Ressourcen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg effizienter nutzen.

Gleichzeitig erhalten Städte und Regionen gezieltere Unterstützung. Durch Initiativen wie die Initiative für Kreislaufstädte und -regionen (CCRI), … können Kommunalbehörden auf technisches Fachwissen, Fördermöglichkeiten, den Erfahrungsaustausch mit anderen Akteuren und praktische Anleitungen zurückgreifen, um ihre Ziele im Bereich der Kreislaufwirtschaft in konkrete Projekte umzusetzen. Damit soll Städten dabei geholfen werden, den Schritt von vereinzelten Pilotprojekten hin zu einem systemischen Wandel zu vollziehen. Wir als CSCP beteiligen uns aktiv an Projekten, die im Rahmen dieser Initiative gefördert werden.

Auch Europa schafft derzeit ein günstigeres politisches Umfeld. Neue Vorschriften zur Förderung der Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwendung von Produkten, darunter die Recht auf Reparatur und Ökodesign, um Städten, Unternehmen und Bürgern die Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Praktiken im Alltag zu erleichtern.

Natürlich ist es noch ein langer Weg. Aber im Vergleich zu vor zehn Jahren wird von den Städten nicht mehr erwartet, dass sie alles alleine hinbekommen.

Können Sie erläutern, wie Sie und andere CSCP-Experten gemeinsam mit Städten und Regionen am Thema Kreislaufwirtschaft arbeiten?

Bei unserer Zusammenarbeit mit Städten und Regionen bündeln wir das Fachwissen verschiedener Teams, um Konzepte der Kreislaufwirtschaft in realen städtischen Kontexten praxisnah und skalierbar umzusetzen. In einem typischen CSCP-Projekt arbeitet beispielsweise ein Experte für Sozialnormen kann eng mit einem Experten für Innovation im Bereich zirkulärer Geschäftsmodelle wenn es um Themen geht, die sowohl eine Verhaltensänderung als auch eine systemische Umgestaltung des Unternehmens erfordern.

Wir verbinden strategische politische Unterstützung, Stakeholder-Einbeziehungsektorübergreifenden praktische Umsetzung durch Initiativen wie kreisförmige Beschaffung, städtische Ernährungssysteme, zirkuläre Verhaltensweisen, Entsorgung von Bioabfällensektorübergreifenden zirkuläre Geschäftsmodelle.

Dieser ganzheitliche Ansatz spiegelt unsere umfassendere Rolle als Bindeglied zwischen Forschung, Politik und Praxis wider.

Wir arbeiten gleichzeitig an Projekten bei der auf EU-Ebene sowie auf lokaler und nationaler Ebene in Nordrhein-Westfalen (NRW) und in Deutschland, wobei Erkenntnisse und Erfahrungen von einer Ebene auf die nächste übertragen werden.

Wie sieht diese Arbeit in der Praxis aus?

Das hängt davon ab, welche Ebene wir betrachten.

Auf EU-Ebene ist unsere Arbeit eng mit wichtigen Initiativen wie der Initiative "Kreislaufstädte und -regionen und die Europäische Stakeholder-Plattform für die Kreislaufwirtschaft.

In ganz Europa arbeiten wir eng mit Städten zusammen und unterstützen sie dabei, ihre Ziele durch Großprojekte wie das Weg zur Kreislaufwirtschaft (R2Pi), Erklärung zu den Kreislaufstädten, Stadtschleifen, HOOP, SCALIBUR, oder CARE.

In Deutschland arbeiten wir mit vielen Städten zusammen, darunter Aachen, Wuppertal, oder Duisburg um konkrete Lösungen vor Ort und gemeinsam mit Unternehmen, Bürgern und Gemeinden zu erarbeiten, zu entwickeln und zu erproben.

Diese Arbeit findet jedoch niemals isoliert und ausschließlich mit einzelnen Städten statt, und wir erkennen zunehmend die Notwendigkeit, eine regionale Perspektive einzunehmen. Das erleben wir hautnah durch unsere Rolle als Gastgeber der Rundtischgespräch „Circular City“ in Nordrhein-Westfalen (NRW) und in jüngerer Zeit als Leiter der Praxisgemeinschaft für Kreislaufstädte in NRW.

Nach Ihrer Schilderung scheint es in den Städten eine starke Dynamik zu geben. Wie können wir diese Bemühungen besser miteinander verknüpfen und verstärken?

Die Kreislaufwirtschaft erfordert eine neue, auf Zusammenarbeit ausgerichtete Denkweise, die über ein lineares und fragmentiertes Denkmodell hinausgeht: Niemand kann ganz allein rund werden.

Nicht nur Behörden und politische Entscheidungsträger, sondern auch Unternehmen gehen von einer fragmentierten, linearen Sichtweise aus. Daher müssen alle Akteure durch Kreislaufdenken lernen, über ihre unmittelbaren Grenzen hinauszuarbeiten, um gemeinsame Ergebnisse zu erzielen. Unternehmen und Bürger sind darauf angewiesen, dass Behörden ihnen die richtige Infrastruktur zur Verfügung stellen, damit sie kreislauforientiert handeln können.

Gibt es eine gute Quelle für weiterführende Literatur zum Thema Kreislaufwirtschaft auf städtischer Ebene?

Es gibt viele, aber unsere wegweisende Publikation, die Leitfaden zur Kreislaufwirtschaft für Städte, ist nach wie vor eine wichtige Zusammenstellung zentraler Erkenntnisse zur Kreislaufwirtschaft in Städten.

Und zum Schluss: Wie sieht Ihr “Traum-Szenario” für kreislauforientierte Städte aus?

Dass die Kreislaufwirtschaft zur Selbstverständlichkeit in der Denk- und Handlungsweise von Städten wird und dass diese zu Wegbereitern für kreislauforientierte Unternehmen und Gesellschaften werden.

Cristina Fedato leitet das Team für nachhaltige Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen beim CSCP. Mehr über ihre Arbeit erfahren Sie hier hier lesen. und sie direkt ansprechen um gemeinsam mit uns das Thema Kreislaufwirtschaft auf städtischer und regionaler Ebene voranzutreiben.

Stellen Sie sich ein mittelständisches Unternehmen (KMU) im bergischen Städtedreieck vor, das mit folgenden Herausforderungen konfrontiert ist: mehrere gleichzeitige Herausforderungen: steigende Rohstoffpreise, unterbrochene Lieferketten und zunehmende Anforderungen der Kunden hinsichtlich Daten zur Produktkreislaufwirtschaft.

Genau hier setzt das Projekt an bergisch.kompetenz kommt ins Spiel. Wir unterstützen die Akteure vor Ort dabei, eine entscheidende Frage anzugehen: Wie kann die Kreislaufwirtschaft zu einem Wettbewerbsvorteil und einer Strategie zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit für regionale KMU werden?

Um diesen Wandel zum Leben zu erwecken, veranstaltet das Projekt im Herbst 2026 eine wegweisende Veranstaltung.

Termin vormerken: Die bergisch.kompetenz-Konferenz 2026

Merken Sie sich diesen Tag für Inspiration, Networking und umsetzbare Geschäftsstrategien in Ihrem Kalender vor:

Datum und Uhrzeit: 24. September 2026 | 09:00 – 16:00 Uhr
Ort: Universität Wuppertal, Deutschland (Gebäude K)
Teilnahme: Kostenfrei
Sprache: Deutsch

Unter dem Motto “”Region im Wandel – Gemeinsam eine Kreislaufwirtschaft gestalten“, … Die Konferenz bringt rund 100 Teilnehmer aus Industrie, Handwerk, Wissenschaft und Politik zusammen. Anstelle von akademischen Grundsatzvorträgen stehen die wirtschaftliche Tragfähigkeit und praktische Lösungen im Mittelpunkt.

Freuen Sie sich auf interaktive Workshops, ein dynamisches Galerie-Rundgang mit konkreten Anwendungsbeispielen aus der Unternehmenspraxis, Finanzierungsübersichten und praktischen Toolkits.

Mit CSCP von der Theorie zur Praxis

Als Projektpartner konzentriert sich das CSCP darauf, Unternehmen durch gezielte, praxisorientierte Unterstützung dabei zu helfen, die Kluft zwischen Nachhaltigkeit und Rentabilität zu überbrücken:

“Die Anwendungsbereiche für Bauer & Böcker’s ”Die gemeinsam mit dem CSCP entwickelten Produkte haben neue Perspektiven für Produkt- und Geschäftsmodellinnovationen eröffnet. Die Ergebnisse zeigen deutlich, welches Potenzial in der systematischen Identifizierung und Erschließung neuer Anwendungsfelder steckt“, sagt Katja Gehrt von Bauer & Böcker, einem Fertigungsunternehmen mit Sitz in Remscheid.

Deine Chance: Mach kostenlos bei der Bewegung mit!

Zahlreiche wegweisende Unternehmen in der Region sind bereits mit an Bord, gestalten ihre Geschäftsabläufe neu und profitieren von den Vorteilen der Ressourcenunabhängigkeit.

Ihr Unternehmen könnte das nächste sein – und Sie müssen nicht bis zur Konferenz warten. Während das Projekt läuft, können interessierte KMU auf alle bergisch.kompetenz kostenlose Angebote!

Beginnen Sie Ihre Reise noch heute mit unserem schnellen Service Schnellcheck: Wir werden das Optimierungspotenzial Ihres Unternehmens im Bereich Kreislaufwirtschaft bewerten und, falls geeignet, ein maßgeschneidertes Anwendungsfall um Ihre Betriebsabläufe zukunftssicher zu gestalten.

Erreichen Sie Michael Mühlenbein Legen Sie gleich los!

Um an der Konferenz teilzunehmen, Hier registrieren!

 

Was wäre, wenn die umweltfreundlichste Wahl im Supermarkt gleichzeitig auch die einfachste, attraktivste und lohnendste wäre? In ganz Europa liegen vielen Bürgern Nachhaltigkeit, Lebensmittelverschwendung und die Auswirkungen auf das Klima am Herzen. Doch im Alltag stehen guten Absichten oft ein hektischer Alltag, verwirrende Informationen, begrenzte Auswahlmöglichkeiten oder Einkaufsumgebungen entgegen, in denen linearer Konsum nach wie vor die Norm ist.

“Wir sehen hier eine klare Chance, und das ist der Ausgangspunkt für unser FOODWISE-Projekt, das wir im Juni 2026 ins Leben gerufen haben. Wir wollen gemeinsam mit Partnern und relevanten Akteuren die Lebensmittelsysteme so umgestalten, dass kreislaufwirtschaftliche Entscheidungen intuitiv, zugänglich und attraktiv werden”, erklärt Nora Brüggemann, leitende Projektmanagerin beim CSCP und Expertin für Lebensmittelverschwendung.

Die (große) Lücke schließen
FOODWISE vereint 13 Partner aus sechs europäischen Ländern und zielt darauf ab, den Übergang zu stärker kreislauforientierten Lebensmittelsystemen zu beschleunigen, indem es eine der hartnäckigsten Herausforderungen im Bereich des nachhaltigen Konsums angeht: die Kluft zwischen Bewusstsein und Handeln.

Lebensmittel als Thema der Kreislaufwirtschaft
In Debatten zur Kreislaufwirtschaft rückt das Thema Lebensmittel manchmal weniger in den Vordergrund als Materialien, Verpackungen, Textilien oder Elektronik. Dabei ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen eine der praktischsten und wirkungsvollsten Möglichkeiten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft. Zu verhindern, dass essbare Lebensmittel zu Abfall werden, die Umverteilung und Verwertung zu verbessern sowie den Verbrauchern zu helfen, im Alltag bessere Entscheidungen zu treffen – all dies trägt zu einem System bei, in dem Ressourcen verantwortungsbewusster genutzt und Werte länger erhalten bleiben.

Der FOODWISE-Ansatz
FOODWISE wird sich auf diese Chance konzentrieren, indem es Verhaltensforschung, soziale Innovation, Unternehmenstransformation, politische Arbeit, Storytelling und digitale Tools miteinander verbindet. Das Projekt wird mit Bürgern, Einzelhändlern, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Kommunen und politischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten, um Konsumgewohnheiten und Lücken in der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen – und diese Erkenntnisse in praktische Maßnahmen umzusetzen, die getestet, bewertet und skaliert werden können.

Die Rolle des CSCP
Aufbauend auf einer Wissensbasis in den Bereichen Vermeidung von Lebensmittelabfällen und nachhaltiger Konsum wird das CSCP die Arbeit zu folgenden Themen leiten: Diagnostik im Einzelhandel, Verhaltensanalysesektorübergreifenden gemeinsam konzipierte Maßnahmen im Einzelhandel und im Dienstleistungsbereich. Dazu gehört die gemeinsame Analyse von Betriebsabläufen, Verbraucherverhalten, bestehenden Initiativen zur Kreislaufwirtschaft sowie systemischen Hindernissen zusammen mit Partnern aus dem Einzelhandel. Ziel ist es, herauszufinden, wo gezielte Maßnahmen dazu beitragen können, kreislaufwirtschaftliche Ernährungsentscheidungen einfacher, attraktiver und wirkungsvoller zu gestalten.

Erprobung vielversprechender Ansätze
Ein zentraler Aspekt wird die Entwicklung und Erprobung von Konzepten wie dem „Conscious Aisle“ sein, das Supermärkte als Orte neu definiert, an denen kreislaufwirtschaftliche Entscheidungen sichtbarer und intuitiver werden.

Je nach Einzelhandelskontext können dies Maßnahmen wie Regalbeschriftungen, Produktplatzierung, Treueanreize, digitale Hinweise, Preismechanismen oder Storytelling-Kampagnen umfassen.

Diese Ansätze werden gemeinsam mit den Partnern entwickelt und von Anfang an evaluiert, wobei verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse mit operativen Indikatoren wie Nutzungsraten, Abfallreduzierung und Skalierbarkeit verknüpft werden.

“Wir vom CSCP freuen uns sehr über den Start von FOODWISE, denn das Projekt gibt uns die Möglichkeit, auf unserem vorhandenen Wissen über Kreislaufwirtschaft und Lebensmittelverschwendung aufzubauen und nicht das Rad neu erfinden zu müssen. Dies ist bereits unser 12. Projekt zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, was uns eine solide Grundlage bietet, um erfolgreiche Praktiken zu replizieren und zu skalieren – stets mit Blick auf die Schaffung von Wirkung und gemeinsam mit großartigen Partnern in ganz Europa”, sagt Nora.

Erreichen Sie Nora Brüggemann um gemeinsam mit uns am Thema Kreislaufwirtschaft im Lebensmittelbereich zu arbeiten!

Bei weiteren Fragen zum FOODWISE-Projekt wenden Sie sich bitte an Luca Sander.

Alexander Mannweiler, Leiter des Bereichs „Nachhaltiges Wirtschaften und Unternehmertum“ beim CSCP, beschäftigt sich seit Langem mit dem Thema Resilienz in Städten, Unternehmen und Gemeinden. In diesem Beitrag erläutert er, warum wir den Schritt von der bloßen Konfrontation mit Risiken hin zu eigenem Handeln vollziehen müssen und wie dies gelingen kann.

“Über Schwachstellen oder blinde Flecken nachzudenken, ist keine besonders positive Übung. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Wenn Resilienz jedoch nicht nur als Krisenreaktion betrachtet wird, stellt das Aufzeigen von Schwachstellen einen Mehrwert dar. Es ist eine Möglichkeit für Organisationen, ihre Abhängigkeiten zu verstehen, ihre Schwächen aufzudecken, Beziehungen zu stärken und Innovationen voranzutreiben.”

Vorbereitung bedeutet, zur richtigen Zeit die richtigen Fragen zu stellen

In einer Welt, die von sich überschneidenden Krisen geprägt ist, ist Resilienz nicht mehr nur ein „Nice-to-have“. Sie wird zu einer praktischen Notwendigkeit. Risiken, die einst fern oder außergewöhnlich erschienen, prägen heute alltägliche Entscheidungen: Territorialkonflikte, Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt, Handelsstörungen und steigende Zölle beeinflussen Lieferketten, Investitionsentscheidungen, öffentliche Dienstleistungen sowie den täglichen Betrieb von Städten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen.

Auch die Politik bewegt sich in dieselbe Richtung: die EU-Strategie zur Katastrophenvorsorge basiert auf einem gesamtgesellschaftlichen Vorsorgeansatz; das Europäische Klimarisikobewertung zeigt, dass Klimarisiken bereits systemischer Natur sind und verschiedene Sektoren betreffen.

Wer heute seine Schwachstellen erkennt, ist morgen besser dran

Aus meiner Sicht beim CSCP und auch vor dem Hintergrund meiner unternehmerischen Erfahrung kristallisiert sich eine Erkenntnis ganz deutlich heraus: Organisationen, die sich heute die Zeit nehmen, ihre Schwachstellen zu verstehen, werden morgen besser auf das Handeln vorbereitet sein.

Es geht nicht darum, jede mögliche Störung vorherzusagen. Es geht darum, früh genug die richtigen Fragen zu stellen.

Welche Materialien, Lieferanten oder Partner sind von entscheidender Bedeutung? Wo sind wir von langen, anfälligen oder undurchsichtigen Lieferketten abhängig? Welche Prozesse würden als Erstes ausfallen, wenn ein wichtiger Vorleistungsfaktor plötzlich nicht mehr verfügbar wäre? Wo haben wir bereits Möglichkeiten, uns anzupassen, Alternativen zu finden oder anders zusammenzuarbeiten?

Unternehmen können diese Fragen nutzen, um Abhängigkeiten von Schlüsselmaterialien, Lieferanten, IT-Anbietern, Logistikwegen oder Energiequellen zu ermitteln.

Städte können damit testen, welche lebenswichtigen Systeme bei Hitzewellen, Überschwemmungen oder Energie- und Kraftstoffengpässen als Erstes unter Druck geraten würden: Altenpflege, öffentlicher Nahverkehr, Wasserversorgung, Krankenhäuser oder Rettungsdienste.

Die Zivilgesellschaft kann sie nutzen, um zu hinterfragen, wer erreicht wird, wer außen vor bleibt, wem vor Ort Vertrauen entgegengebracht wird und wie Katastrophenvorsorge den sozialen Zusammenhalt stärken kann, anstatt bestehende Ungleichheiten zu vertiefen. Die EU Strategischer Zukunftsbericht 2025 definiert Resilienz als eine zukunftsorientierte Fähigkeit, und Deutschlands Deutschland-Monitor 2025 Das sagt viel darüber aus, wie Menschen mit Veränderungen und Reformen umgehen.

Resilienz beginnt damit, zu wissen, wovon wir abhängig sind

Über Resilienz zu sprechen hat zudem den großen Vorteil, dass es Selbstbewusstsein schafft. Wenn Organisationen ihre Abhängigkeiten erfassen, erhalten sie ein klareres Bild von ihren Stakeholdern, ihren Stärken und ihren blinden Flecken. Sie verstehen besser, welche Kunden, Auftraggeber, Lieferanten, lokalen Akteure und öffentlichen Partner sie in die Vorbereitungsmaßnahmen einbeziehen müssen. Dieses Wissen kann zu stärkeren Beziehungen, größerem Vertrauen und mehr Zuversicht in die eigene Reaktionsfähigkeit führen.

Hinzu kommt eine Innovationsdimension. Sobald kritische Abhängigkeiten sichtbar werden, entstehen oft neue Lösungen. Manche Materialien lassen sich möglicherweise ersetzen. Bei manchen Lieferanten kann eine Diversifizierung erfolgen. Manche Prozesse können so umgestaltet werden, dass sie auf lokalere, leichter zu verwaltende oder kreislaufwirtschaftlichere Lieferketten zurückgreifen. In diesem Sinne ist Resilienzdenken ein Motor für Innovation.

Wir müssen den Schritt von der bloßen Konfrontation hin zur Eigenverantwortung vollziehen

Die vielleicht wichtigste Veränderung ist psychologischer Natur: Resilienz hilft Organisationen dabei, von einem Gefühl der Verletzlichkeit zu einem Gefühl der Bereitschaft zu gelangen. Sie festigt die Erkenntnis, dass Städte, Unternehmen und die Zivilgesellschaft nicht bloß passive Opfer des Wandels sind. Sie können gemeinsam Reaktionen gestalten, Entscheidungen treffen und Kapazitäten aufbauen.

Die Frage ist nicht, ob der Druck auf Städte, Unternehmen und Gemeinden anhalten wird. Das wird er. Die eigentliche Frage ist, ob wir bereit sind, Kapazitäten aufzubauen, um reagieren zu können, bevor der Druck zu einer Krise eskaliert?

Ganz gleich, ob Sie eine Stadt, ein Unternehmen oder ein Vertreter der Zivilgesellschaft sind – es gibt einen Platz am Tisch für Sie, denn Resilienz entsteht gemeinsam!

Bei der bevorstehenden Veranstaltung werden wir uns eingehend mit dem Thema Resilienz befassen. Circular Week 2026—Sei dabei und mach mit bei der Diskussion!

Bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Alexander Mannweiler direkt!

 

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