Angesichts des neuen Verbots der Vernichtung unverkaufter Bekleidung und Schuhe gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Unternehmen Überschüsse vermeiden und unvermeidbare Lagerbestände bestmöglich nutzen können, ohne dabei deren Wert zu mindern.

Das LebensLänger-Branchentreffen für Textilien

Das Projekt „LebensLänger“ wurde Anfang 2026 als Gemeinschaftsinitiative des WWF, des Wuppertal-Instituts, des Runden Tisches Reparatur, der Universität Bamberg und des CSCP ins Leben gerufen.

Als Teil der Circular Week 2026, … Das Projekt wird sein erstes branchenspezifisches Treffen für die Textilindustrie veranstalten, bei dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen, um zu erörtern, wie die Kreislaufwirtschaft in der gesamten Branche vorangetrieben werden kann.

“Bei diesem branchenspezifischen Treffen werden verschiedene Strategien erörtert: von der bedarfsgerechten Produktion über zeitloses Design bis hin zu neuen Kooperationsmodellen für die Weiterverwendung von Überschussprodukten und die praktische Umsetzung gesetzlicher Vorgaben”, so Dr. Britta Holzberg, Senior-Expertin beim CSCP.

In Arbeitsgruppen werden die Teilnehmer Erfahrungen austauschen, über die vorgestellten Ansätze nachdenken und gemeinsam Möglichkeiten für ihre eigenen Betriebe sowie Strategien zur Bewältigung zentraler Herausforderungen erörtern.

Veranstaltung: Verbot der Textilvernichtung – wie geht es nun weiter? Ansätze zur Vermeidung von Überschüssen und zur Erhaltung des Produktwerts
Datum: 28. Oktober 2026
Zeit: 13:00–15:00 Uhr
Ort: Online
Teilnahme: Kostenfrei
Kontakt: Dr. Britta Holzberg und Livia El-Khawad

Um sich uns anzuschließen, bitte hier anmelden!

Nach der Anmeldung für das Netzwerk erhalten Sie weitere Informationen, darunter den Zoom-Link für die Veranstaltung.

Erfahren Sie mehr über das Projekt „LebensLänger“ hier.

LebensLänger wird vom WWF Deutschland koordiniert gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energieder Universität Bamberg,, Runder Tisch Reparatur e.V.und dem CSCP.

Das Projekt „LebensLänger“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert..

Bei allgemeinen Fragen zum Projekt „LebensLänger“ wenden Sie sich bitte an Marc Böker.

Ich frage mich, warum die Circular Week 2026 zu einem der wichtigsten Treffpunkte geworden ist, um über die Zukunft der Kreislaufwirtschaft in unseren Städten zu diskutieren?

In diesem Mini-Podcast, Michael Kuhndt, Geschäftsführer des CSCP, und Agnieszka Sznyk, Vorstandsvorsitzender von INNOWO, beleuchtet die Kernidee der Circular Week: Menschen und Organisationen zusammenbringen die nicht immer am selben Tisch sitzen, und Raum für ehrliche Gespräche und neue Kontakte zu schaffen.

Sie beleuchten den Wandel der Kreislaufwirtschaft hin zu einer strategischen Priorität und erörtern die Rolle der Städte als Orte, an denen viele der Herausforderungen des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft konkret sichtbar werden – aber auch, an denen neue Ansätze erprobt und Lösungen entwickelt werden können.

Hören Sie sich ein inspirierendes Gespräch über die Menschen, Orte und Perspektiven an, die dazu beitragen können, den Übergang zur Kreislaufwirtschaft voranzutreiben – und besuchen Sie uns auf der Woche der Kreislaufwirtschaft 2026.

Sie sehen gerade einen Platzhaltertext von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Schau dir die vollständige Programm der Kreislaufwoche 2026 Hier erfahren Sie, wer die Referenten sind.

Um an der Online-Konferenz der „Circular Week“ teilzunehmen, gehen Sie bitte wie folgt vor: hier anmelden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Nils Kreft.

Was wäre, wenn die Produkte, die wir wegwerfen, gar nicht dazu bestimmt wären, Abfall zu werden? Da neue EU-Vorschriften die Kreislaufwirtschaft vom Ziel zur Verpflichtung machen, bemühen sich Unternehmen in wichtigen Branchen darum, Werte im Kreislauf zu halten. Im Rahmen des Projekts „LebensLänger“ gründen wir ein branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk, um genau dies anzugehen: gemeinsam zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und Impulse für mehr Kreislaufwirtschaft zu setzen.

Die Veranstaltung findet statt am 28. Oktober 2026, im Rahmen der Zirkuläre Woche.

Start des Unternehmensnetzwerks

Zum Auftakt des Unternehmensnetzwerks werden das Projekt „LebensLänger“ und dessen Vision vorgestellt, die jüngsten Ergebnisse einer WWF-Studie zu Kreislaufwirtschaftsmodellen im Zusammenhang mit den entsprechenden Arbeiten des CSCP-Projekts einordnet und den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, in Arbeitsgruppen ihre Herausforderungen, Bedürfnisse und Erwartungen an das Netzwerk zu äußern. Eine Keynote aus der Unternehmenspraxis rundet das Programm ab.

Veranstaltung: Auftaktveranstaltung des LebensLänger-Unternehmensnetzwerks
Datum: 28. Oktober 2026
Zeit: 10:30–12:00 Uhr
Ort: Online
Teilnahme: Kostenfrei

Im Rahmen der Circular Week 2026 findet zudem ein branchenspezifisches Treffen zum Thema Textilien statt, unter dem Titel “Verbot der Textilvernichtung – wie geht es nun weiter? Diskutieren Sie mit uns über Strategien zur Vermeidung von Überschüssen und zur Werterhaltung”. Erfahren Sie mehr und melden Sie sich an, um mitzumachen hier!

Erfahren Sie mehr über das Projekt „LebensLänger“ auf der eigene Seite.

Um mitzumachen, registrieren Sie sich bitte hier lesen..

Nach der Anmeldung für das Netzwerk erhalten Sie weitere Informationen, darunter den Zoom-Link für die Veranstaltung.

LebensLänger wird vom WWF Deutschland koordiniert gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energieder Universität Bamberg,, Runder Tisch Reparatur e.V.und dem CSCP.

Das Projekt „LebensLänger“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert..

Bei allgemeinen Fragen zum Projekt „LebensLänger“ wenden Sie sich bitte an Marc Böker.

Hast du es schon einmal angefasst, probiert oder Filz Die Zukunft der Nachhaltigkeit? Bei einer speziellen Veranstaltung am biobasierte und „blaue“ Lösungen im Rahmen der Circular Week 2026, unser Interaktive Algen-Entdeckungsreisen laden Sie ein, das unerschlossene Potenzial von Algen zu entdecken –praxisnah, fesselnd und unvergesslich.

Bei der Veranstaltung, die in Warschau, Polen, stattfindet, wird das CSCP AlagePro BANOS-Team zwei interaktive Algen-Erlebnisse anbieten und dabei an den Erfolg der “Ausstellung ”Feel the Sea“ auf dem EU-Algen-Sensibilisierungsgipfel 2025. Diese eindringlichen Erlebnisse sollen überraschen, Neugier wecken und eine greifbare Verbindung zu Algen herstellen – einem Organismus, den der Mensch seit mindestens 30.000 Jahren nutzt.

Die Wirtschaft von morgen gestalten – biobasierte und „blaue“ Lösungen

Am 27. Oktober 2026, können Besucher der Deutschen Botschaft in Warschau während der Konferenz mehr über die Rolle von Algen in einer kreislauforientierten Zukunft erfahren “Die Wirtschaft von morgen gestalten – biobasierte und blaue Lösungen”.

Die Ausstellung präsentiert echte Algenprodukte – von den Rohstoffen bis hin zu den fertigen Innovationen –, sodass die Besucher das Potenzial von Algen hautnah anfassen, probieren und erleben können.

Im weiteren Verlauf des Tages wird Pawel Zylka, CSCP-Projektleiter, an der Podiumsdiskussion “Zukünftige Agrarsysteme & Blue Food” teilnehmen, um zu erörtern, wie Algen können als nachhaltige Lösung in großem Maßstab eingesetzt werden in der europäischen Bioökonomie. Das Gespräch wird eine Brücke schlagen zwischen Wissenschaft, Politik und Bürgerbeteiligung, wobei betont wird, wie interaktive Erlebnisse wie diese Reisen dazu beitragen können, die Akzeptanz und Einführung beschleunigen.

Die Algen-Geschichte auf den Europäischen Nachhaltigkeitskongress 2026 bringen

Auf 29. Oktober 2026, die Reise geht weiter am Europäischer Nachhaltigkeitskongress 2026, eine der größten und bedeutendsten Konferenzen in Polen zum Thema Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Entwicklung. Das AlgaePro-BANOS-Team freut sich darauf, das Publikum einzubeziehen und ihm die Anwendungsmöglichkeiten von Algen in Klima, Lebensmittel, Textilien und vieles mehr.

“Algen sind mehr als nur eine Ressource – sie sind ein Katalysator für die Kreislaufwirtschaft. Indem wir ihr Potenzial greifbar machen, setzen wir Neugier in Taten um”, sagt Pawel Zylka.

Für weitere Informationen und um an der Veranstaltung teilzunehmen, hier klicken.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Pawel Zylka.

Wie können Städte und Regionen kreislauforientierter, widerstandsfähiger und lokal produktiver werden und gleichzeitig mit globalem Wissen und globalen Netzwerken verbunden bleiben? Am 30. Oktober 2026 bringt das „Fab City Gathering“ in Wuppertal lokale und internationale Akteure zusammen, um das nächste Kapitel der Fab-City-Bewegung zu erkunden. Während des Circular Week 2026der FAB-Region, zusammen mit dem Fab City Stiftung, wird Gastgeber der Fab City Gathering 2026 in Wuppertal. Die Veranstaltung bringt „Fab Cities“, „Circular Cities“, „Fab Labs“, „Living Labs“, Kreativzentren, Kommunen, Forscher, politische Entscheidungsträger und Praktiker aus Deutschland, Europa und darüber hinaus zusammen.

Vom einzelnen Labor bis hin zu territorialen Ökosystemen

„Fab Cities“ gehen zunehmend über das Konzept einzelner Fertigungslabore hinaus und entwickeln ein umfassenderes Verständnis von Städten und Regionen als vernetzte Ökosysteme aus Menschen, Wissen, Infrastrukturen und Produktionskapazitäten.

Dies wirft wichtige Fragen auf: Wie können lokale Labore und Zentren zu Dreh- und Angelpunkten für Resilienz und gemeinschaftsgetriebene Innovation werden? Wie lassen sich ihr Wissen und ihre Kompetenzen mit Kommunen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft verknüpfen? Und welche Steuerungsstrukturen sind erforderlich, um diese Ökosysteme über einzelne Projekte und Förderzeiträume hinaus aufrechtzuerhalten?

Das „Fab City Gathering“ wird einen strategischen Rahmen schaffen, um diese Fragen anhand lokaler, nationaler und internationaler Beiträge, praktischer Erfahrungen und eines interaktiven Austauschs zu erörtern.

Daten, Governance und lokale Kapazitäten miteinander verknüpfen

Das Programm befasst sich mit den Fab-City-Zielen, den Fab-City-Hubs, dem Fab-City-Full-Stack, Politik und Governance sowie der Forschungsagenda des PLANETAI-Observatoriums der Fab-City-Stiftung. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle von Daten und Wissen bei der territorialen Transformation.

„Ein Überblick über die in einer Stadt oder Region vorhandenen Ressourcen, Infrastrukturen, Kompetenzen und Initiativen kann dabei helfen, Lücken zu erkennen, Akteure miteinander zu vernetzen, fundiertere Entscheidungen zu treffen und effizientere Systeme zu schaffen“, sagt Adriana Cabrera Galindez, CSCP-Projektmanagerin.

Hier treffen auch lokale und globale Perspektiven aufeinander. Globale Netzwerke können gemeinsame Rahmenbedingungen, Wissen und Lernerfahrungen über regionale Grenzen hinweg bereitstellen, während jede Stadt und Region Lösungen benötigt, die in ihren eigenen sozialen, wirtschaftlichen und produktiven Gegebenheiten verwurzelt sind.

Im Rahmen des Treffens werden unter anderem folgende Fragen erörtert: Wie können „Fab Cities“ und „Circular Cities“ voneinander lernen? Wie lassen sich lokale Kapazitäten und deren Auswirkungen sichtbarer und messbarer machen? Wie können Daten den Übergang zu mehr Kreislaufwirtschaft und Selbstversorgung unterstützen? Und wie können globale Netzwerke den lokalen Wandel stärken, ohne dabei die territoriale Vielfalt aus den Augen zu verlieren?

Bis zum Ende des „Gathering“ möchten wir diese Erfahrungen und Perspektiven mit den Teilnehmenden aus der gesamten Region zusammenführen und das gemeinsame Wissen in konkrete Erkenntnisse für die zukünftige Steuerung, Nachhaltigkeit und Kontinuität der Fab-Region sowie für andere Initiativen umsetzen, die sich für nachhaltigere und widerstandsfähigere Regionen einsetzen. Das Treffen ist letztlich ein Ort des Austauschs, des Lernens und des Wissenstransfers, aber auch der Gestaltung dessen, was als Nächstes kommt. Wenn Sie Teil dieses Dialogs sein und Ihre Stimme und Ihre Erfahrungen einbringen möchten, kommen Sie zu uns nach Wuppertal.

Gemeinsam das nächste Kapitel gestalten

Die Erfahrungen der FAB-Region „Bergisches Städtedreieck“ – Wuppertal, Solingen und Remscheid – bieten einen konkreten regionalen Kontext für diese Diskussion. Im Rahmen des Projekts wurden lokale und internationale Vernetzung, die Erfassung vorhandener Kapazitäten sowie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren als wichtige Bausteine für die Stärkung eines dezentralen und kreislauforientierten regionalen Ökosystems untersucht.

Veranstaltung: Fab City Gathering 2026
Datum: 30. Oktober 2026
Ort: Wuppertal, Deutschland
Sprache: Englisch
Teilnahme: Kostenfrei

Aufgrund der begrenzten Kapazität des Veranstaltungsortes bitten wir Sie, jetzt anmelden Sichern Sie sich Ihren Platz! Das vollständige Programm der Circular Week 2026 finden Sie unter eigene Seite.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte Adriana Cabrera Galindez.

 

 

Cristina Fedato, Leiterin des Bereichs „Nachhaltige Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen“ beim CSCP, verfügt über langjährige Erfahrung darin, Städte dabei zu unterstützen, kreislaufwirtschaftlicher zu werden. In diesem kurzen Interview erklärt sie, dass der Wandel hin zur Kreislaufwirtschaft nicht durch einen einzigen Hebel allein bewirkt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie diese Hebel zusammenwirken.

Warum sind Städte in einer einzigartigen Position, um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen?

In den Städten wird der Übergang zur Kreislaufwirtschaft greifbar. Sie gestalten das Umfeld, verwalten die Infrastruktur und die öffentlichen Dienstleistungen, beschaffen Waren und Dienstleistungen und arbeiten direkt mit Bürgern und Unternehmen zusammen. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, strategische Ziele mit der praktischen Umsetzung zu verknüpfen.

Gleichzeitig kann keine Stadt den Wandel alleine bewältigen. Die Beschleunigung der Kreislaufwirtschaft erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Unternehmen, Wissenschaft sowie regionalen, nationalen und politischen Entscheidungsträgern. Städte sind in einer einzigartigen Position, um diese Akteure zusammenzubringen, neue Ansätze zu erproben und Nachfrage nach Kreislauflösungen zu schaffen. Wenn erfolgreiche Ansätze geteilt und in größerem Maßstab umgesetzt werden, werden Städte zu starken Katalysatoren für den Wandel weit über ihre eigenen Grenzen hinaus.

Welcher Hebel für „Circular Cities“ wird derzeit am meisten unterschätzt?

Oftmals diskutieren wir einzelne Hebel wie Finanzierung, Beschaffung, Governance oder beratende Unterstützung isoliert voneinander. In Wirklichkeit hängt der Fortschritt jedoch davon ab, wie diese Hebel zusammenwirken. Selbst das beste Förderprogramm oder die beste Beschaffungsstrategie wird nur begrenzte Wirkung zeigen, wenn die Governance-Strukturen zersplittert sind oder es den Organisationen an Flexibilität mangelt, um zu experimentieren, zu lernen und sich anzupassen.

Einer der am meisten unterschätzten Erfolgsfaktoren ist daher die Fähigkeit, diese Rahmenbedingungen miteinander zu verknüpfen. Flexiblere Strukturen, stärkere Partnerschaften und ein kontinuierlicher Wissensaustausch können Städten dabei helfen, über isolierte Pilotprojekte hinauszugehen, die Umsetzung in großem Maßstab zu beschleunigen und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Wenn Sie an das Jahr 2035 denken: Was würde Sie dazu bringen zu sagen: “Wir haben wirklich Fortschritte auf dem Weg zu Kreislaufstädten gemacht.”?

Ich hoffe, dass bis 2035 Strategien und Vorzeigeprojekte zur Kreislaufwirtschaft nicht mehr das Endziel, sondern vielmehr der Ausgangspunkt sein werden. Ihr Erfolg sollte sich darin zeigen, dass Kreislaufprinzipien routinemäßig, problemlos und konkret in die Beschaffung, Stadtentwicklung, Infrastrukturplanung und Investitionsentscheidungen eingebettet sind.

Ich würde mir außerdem eine engere Zusammenarbeit zwischen Städten, Unternehmen und Behörden wünschen, bei der bewährte Lösungen übertragen und angepasst werden, anstatt sie neu zu erfinden. Wenn die Kreislaufwirtschaft fester Bestandteil der täglichen kommunalen Entscheidungsfindung geworden ist und Städte systematisch voneinander lernen, dann werden wir echte Fortschritte auf dem Weg zu Kreislaufstädten erzielt haben.

In meiner persönlichen Zukunftsvision hoffe ich, dass wir eines Tages so weit sind, dass ein Kind fragt: “Was bedeutet Abfall?” – und die Antwort lautet: “Das ist etwas, womit wir uns in der Vergangenheit auseinandersetzen mussten.”

Für einen umfassenden Überblick über die Rolle der Städte beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft lesen Sie bitte auch diesen anderen Artikel Interview von Cristina Fedato.

Mitmachen Cristina Fedato auf der Online-Konferenz der Circular Week 2026. Registrieren Sie sich hier lesen. um dir deinen Platz zu sichern!

Um das vollständige Programm der Circular Week 2026 einzusehen, besuchen Sie bitte die eigene Seite.

Bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Nils Kreft.

Technologie allein wird den Übergang zur Kreislaufwirtschaft nicht bewirken. Das können nur Menschen, die über die richtigen Kompetenzen verfügen. Erfahren Sie mehr in diesem Interview mit drei Fragen an Marc Böker, Senior-Experte beim CSCP.

 

Alle reden von neuen Technologien, aber warum sind Kompetenzen für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft genauso wichtig?

Eines muss klar sein: Ohne Menschen und ihre Fähigkeiten wird Technologie nicht funktionieren. Trotz aller beeindruckenden technologischen Fortschritte, insbesondere im Bereich der KI, wird sich daran grundsätzlich nichts ändern. Darüber hinaus benötigt digitale Technologie, einschließlich KI, solide Daten, um effektive Ergebnisse zu erzielen, was wiederum Menschen erfordert, die Daten verstehen und verwalten können.

Ein weiteres Beispiel: Angesichts knapper Ressourcen müssen wir Materialien im Wirtschaftskreislauf halten, das heißt, wir müssen Dinge viel häufiger reparieren und wiederverwenden. Dazu brauchen wir mehr Menschen, die über die technischen Fähigkeiten verfügen, Dinge zu reparieren. Dies wird zu einer Renaissance und einer deutlich stärkeren Wertschätzung handwerklicher Berufe wie Mechaniker, Reparaturtechniker, Klempner und anderer führen.

Welche Zukunftskompetenz wird Ihrer Meinung nach für Städte, Unternehmen und Menschen unverzichtbar sein, um die Kreislaufwirtschaft im nächsten Jahrzehnt voranzubringen?

Es gibt natürlich keine einzelne Fähigkeit, die wie ein Zauberstab wirkt. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft erfordert, dass viele verschiedene Akteure in der städtischen oder regionalen Gesellschaft gemeinsam auf Kreislaufwirtschaft hinarbeiten. Menschen, die dieses Ökosystem verschiedener Akteure verstehen, es aus einer systemischen Perspektive betrachten, seine Komplexität wertschätzen und anerkennen und die wissen, wie man das System durch horizontale, nicht-hierarchische Zusammenarbeit steuert und beeinflusst, werden dringend benötigt, um den erforderlichen Wandel voranzutreiben.

Mit dieser Fähigkeit zum systemischen Denken geht auch die Fähigkeit zum kritischen Denken einher, die im Wesentlichen die Fähigkeit umfasst, Fakten von Falschinformationen zu unterscheiden.

Wenn Sie jeder Gemeinde oder jedem städtischen Akteur in Europa ein digitales Werkzeug oder eine bestimmte Fähigkeit zur Verfügung stellen könnten, wofür würden Sie sich entscheiden und warum?

Die Verfügbarkeit und Interoperabilität relevanter, qualitativ hochwertiger Daten ist ein entscheidender Faktor für die Kreislaufwirtschaft. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit, Daten zu analysieren, zu verknüpfen und zu verstehen – einschließlich der damit verbundenen technischen Kompetenzen – für Kommunen und städtische Akteure in Europa von entscheidender Bedeutung.

Mitmachen Marc Böker auf der Online-Konferenz der Circular Week 2026. Registrieren Sie sich hier lesen. um dir deinen Platz zu sichern!

Um das vollständige Programm der Circular Week 2026 einzusehen, besuchen Sie bitte die eigene Seite.

Bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Nils Kreft.

Eine Kreislaufwirtschaft kann ohne die Menschen nicht verwirklicht werden. Die Herausforderung besteht darin, nicht nur die Bürger dazu aufzufordern, ihr Verhalten zu ändern, sondern auch die Rahmenbedingungen, Dienstleistungen und Systeme zu schaffen, die kreislaufwirtschaftliche Entscheidungen einfach, erschwinglich, vertrauenswürdig und attraktiv machen.

Verpassen Sie nicht die Online-Konferenz im Rahmen der „Circular Week 2026“, Dort werden wir in einem eigenen Programmteil erörtern, was erforderlich ist, um die Bürger in den Übergang zur Kreislaufwirtschaft einzubeziehen.

Worum geht es in diesem Song?

In diesem Beitrag wird untersucht, was nötig ist, um den Menschen in den Mittelpunkt des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft zu stellen. Von der Art und Weise, wie Produkte und Dienstleistungen angeboten werden, bis hin zur Rolle digitaler Tools, Bildung, Logistik und lokaler Initiativen wird beleuchtet, wie wir Hindernisse beseitigen und den Menschen im Alltag Möglichkeiten zum Handeln schaffen können.

Ein Leitfaden zu den Sitzungen

Die Inspirierende Veranstaltung: “Kreislaufwirtschaft leicht gemacht: Vom Verbraucherbewusstsein zu besseren Angeboten im Alltag”,” fragt, wie eine kreislauforientierte Lebensweise zur Selbstverständlichkeit werden kann, die in die Produkte, Dienstleistungen, Infrastruktur und Angebote integriert ist, mit denen die Menschen täglich in Berührung kommen.

Die Pioneer Sessions Diese Perspektive in die Praxis umsetzen: untersuchen, wie Logistik und Lieferketten auf Verbraucherbedürfnisse reagieren können, wie digitale Tools und Plattformen kreislaufwirtschaftliches Verhalten ermöglichen und wie Bildung, Sensibilisierung und Teilhabe die Menschen befähigen können, in ihrem Alltag entsprechend zu handeln.

Ihre Gastgeberin: Rosa Strube

“Eine zirkuläre Zukunft funktioniert nur, wenn sich die Menschen darin wiedererkennen. Die eigentliche Frage lautet daher nicht nur, wie man die Bürger einbeziehen kann, sondern wie man ihnen ein echtes Mitspracherecht bei der Gestaltung der Städte und Systeme gibt, von denen sie abhängig sind, und dabei ihren Alltag verbessert.”

Rosa Strube ist Leiterin des Bereichs „Nachhaltige Lebensweisen“ bei CSCP. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie wir nachhaltige Entscheidungen für die Menschen einfacher und sinnvoller gestalten können, damit sie sich wirklich dafür engagieren. Weiterlesen ihr Interview um mehr darüber zu erfahren, wie wir die Bürger in den Übergang zur Kreislaufwirtschaft einbinden können.

Schau dir die vollständige Programm der Kreislaufwoche 2026 Hier erfahren Sie, wer die Referenten sind.

Um an der Online-Konferenz teilzunehmen, gehen Sie bitte wie folgt vor: hier anmelden.

Wenn Sie sich mit uns zum Thema Reparatur austauschen möchten, wenden Sie sich bitte an Rosa Strube direkt!

Bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Nils Kreft.

In diesem Interview mit drei Fragen erläutert Rosa Strube, Leiterin des Bereichs „Nachhaltige Lebensweisen“, warum die Bürger bei der Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft nicht nur eine Nebenrolle spielen dürfen und was nötig ist, um sie wirklich einzubinden.

Die Bürger spielen eine Schlüsselrolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft. Wie können wir sie also sinnvoll in die Umsetzung einbeziehen?

Im Mittelpunkt jeder großen Transformation stehen die Menschen. Ohne ihre sinnvolle Einbindung werden Bemühungen zur Veränderung von Systemen letztendlich scheitern. Initiativen für einen Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft sollten daher die Bürger in den Mittelpunkt partizipativer Prozesse stellen und sicherstellen, dass ihre Ideen Gehör finden und verstanden werden, während gleichzeitig die für den Wandel erforderlichen Motivationen, Fähigkeiten und Möglichkeiten geschaffen werden.

Gleichzeitig müssen wir auf die Vorteile von Kreislaufsystemen für den Alltag der Menschen hinweisen: mehr Selbstbestimmung, weniger Abhängigkeit von anderen, ein gemeinsamer Wandel hin zu mehr Wohlbefinden und die Möglichkeit, Städte so zu gestalten, dass sie den Menschen, die dort leben, wirklich zugutekommen.

Glücklicherweise gibt es bereits viele positive Beispiele: Initiativen der Zivilgesellschaft, die städtische Räume in Orte der Begegnung und eines glücklicheren Lebens verwandeln, Unternehmen, die neue Geschäftsmodelle entwickeln und eine längerfristige Bindung an ihre Produkte ermöglichen, oder Stadtverwaltungen, die die Bürger in Entscheidungsprozesse und die gemeinsame Gestaltung einbeziehen.

In welchen Bereichen werden bei Diskussionen rund um die Kreislaufwirtschaft die Bedürfnisse und Lebensrealitäten der Bürger oft außer Acht gelassen?

Kreislaufwirtschaftliche Lösungen können auf individueller Ebene zunächst schwieriger erscheinen. Die heutige Struktur der linearen Wirtschaft vermittelt den Eindruck, dass alles jederzeit zu einem niedrigen Preis verfügbar ist. Die Kreislaufwirtschaft erkennt an, dass es einen anderen Weg gibt: einen, der nachhaltiger, unabhängiger und letztendlich erfüllender ist. Es kann jedoch schwierig sein, die wahren Vorteile des Wandels zu erkennen, da “neu” lange Zeit als “besser” und “einfacher” galt.

Unser Ziel ist es, zu zeigen, dass Wohlstand im Rahmen von Kreislaufwirtschaftssystemen möglich ist und dabei stärker langfristig ausgerichtet ist. Allerdings können der Zeit- und Geldaufwand für kreislaufwirtschaftliche Praktiken, die Notwendigkeit, neue oder in Vergessenheit geratene Fähigkeiten zu erlernen, sowie die vermeintlich geringere Qualität “alter” Ressourcen einer breiten Akzeptanz im Wege stehen.

Das Gleiche gilt auch für Unternehmen: Langfristig ausgerichtete Kreislaufwirtschaftsmodelle können bestehenden Strukturen zuwiderlaufen und auf den ersten Blick eher kompliziert als vorteilhaft erscheinen.

Deshalb kann ich es gar nicht oft genug betonen: Wir müssen die Vorteile von Kreislaufmodellen deutlicher machen – genauso wie wir die richtigen Rahmenbedingungen für kreislauforientierte Entscheidungen schaffen, die richtigen Akteure zusammenbringen und denjenigen unter die Arme greifen müssen, die bereits bereit sind, sich für die Kreislaufwirtschaft zu engagieren.

Was hoffen Sie, dass die Teilnehmer nach der Teilnahme an Ihrem Programm anders machen werden?

Alle Sitzungen in Thema 3: Bürgerbeteiligung sollen die Teilnehmer dazu ermutigen und befähigen, aktiv zu werden. Wir werden inspirierende Beispiele für Initiativen und Gemeinschaften vorstellen, in denen Kreislaufpraktiken erfolgreich eine große Zahl von Menschen erreicht und inspiriert haben. Außerdem werden wir uns mit verfügbaren Instrumenten befassen – sowohl digitalen als auch im realen Leben –, um Kreislaufpraktiken sowohl im persönlichen Alltag als auch auf Gemeinde- oder Stadtebene umzusetzen. Ich hoffe daher, dass das Ende der Konferenz der Beginn neuer Maßnahmen seitens der Teilnehmer sein wird.

Mitmachen Rosa Strube auf der Online-Konferenz der Circular Week 2026. Registrieren Sie sich hier lesen. um dir deinen Platz zu sichern!

Um das vollständige Programm der Circular Week 2026 einzusehen, besuchen Sie bitte die eigene Seite.

Bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Nils Kreft.

In einer Welt des schnellen Konsums und immer kürzerer Produktlebenszyklen bietet das Reparieren eine einfache Möglichkeit, Produkte und Ressourcen länger im Einsatz zu halten. Doch die für das Reparieren erforderlichen Fähigkeiten, die Infrastruktur und die Kultur laufen zunehmend Gefahr, verloren zu gehen. Eine neue Kampagne in Nordrhein-Westfalen (NRW) will dies ändern, indem sie im Rahmen von eine gemeinsame Kampagne und ein Weltrekordversuch.

Schau dir diese FAQ zur Weltrekord-Kampagne an (auf Deutsch)

Die Reparatur wiederbeleben

Das Reparieren von kaputten oder beschädigten Gegenständen gehörte früher ganz normal zum Alltag. Etwas Neues zu kaufen war nicht immer die erste Wahl, und viele Menschen verfügten über das nötige Werkzeug und die Fähigkeiten, um Dinge selbst zu reparieren. Im Laufe der Zeit haben Massenproduktion, technologischer Wandel und sich verändernde Lebensweisen dies verändert. Heute ist es oft einfacher, etwas wegzuwerfen und eine neuere Version zu kaufen. Doch diese Bequemlichkeit hat versteckte Kosten: erschöpfte natürliche Ressourcen, unnötige Emissionen und riesige Mengen an nicht recycelbarem Abfall. Es gibt jedoch einen anderen Weg, den wir früher kannten: Frag doch mal deine Großeltern!

In eine Reparaturkultur investieren

Reparieren kann eine Herausforderung sein, eine unterhaltsame gemeinsame Aktivität und eine Möglichkeit, Geld und Ressourcen zu sparen. Ganz gleich, ob wir etwas selbst reparieren, uns einer lokalen Reparaturinitiative oder einer offenen Werkstatt anschließen oder einen professionellen Reparaturservice in Anspruch nehmen – Produkte weiter zu nutzen ist oft eine bessere Alternative als sie zu ersetzen.

Der Reparatur-Weltrekord NRW

Gemeinsam mit Reparaturinitiativen, Unternehmen und Menschen in der gesamten Region wollen wir Dinge reparieren 4.000 Artikel in einem Monat und den aktuellen britischen Rekord von 3.177 reparierten Gegenständen zu brechen, spielt im Jahr 2024.

Die Initiative ist Teil der „Circular Week 2026“ und gipfelt in einem großen Finale: Am 31. Oktober bringt das „Repair & Share Festival“ in Wuppertal die Reparatur-Community zu einem „Repair Café XXL“ und einem Live-Countdown zum Weltrekord zusammen.

Das Festival wird von der FAB-Region „Bergisches Städtedreieck“ und dem Netzwerk Reparatur Wuppertal veranstaltet und lädt Reparaturbegeisterte und Initiativen aus ganz Nordrhein-Westfalen ein, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Erfahren Sie mehr über das „Repair & Share“-Festival.

Möchtest du zum Weltrekord beitragen?

Dann einfach Mach mit! Hol die kaputte Lampe hervor, repariere dein Lieblingskleidungsstück, bring dein Fahrrad wieder in Schuss oder nimm endlich das Haushaltsgerät in Angriff, das du schon lange reparieren wolltest. Nutze dein handwerkliches Geschick, dein Werkzeug oder die Unterstützung einer Reparaturinitiative in deiner Nähe.

Sobald Sie eine Reparatur abgeschlossen haben, gehen Sie einfach zur Website zur Weltrekord-Kampagne und registrieren Sie es. Das dauert weniger als eine Minute – und jede Reparatur zählt.

Wirst du dabei sein? Denn das eigentliche Ziel ist nicht nur, einen Weltrekord aufzustellen, sondern zu zeigen, dass Reparieren wieder zur Normalität werden kann.

Sie sind eine Reparaturinitiative und möchten mitmachen? Dann melden Sie sich bei reparatur@cscp.org.

Bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Nils Kreft.

de_DEGerman